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Lukas Renken

Lukas sprintet bei den EuroEyes Cyclassics auf Platz 7

von |August 26th, 2017|

Lukas sprintet bei den EuroEyes Cyclassics auf Platz 7

Auf satte 180 km wurde die ohnehin schon lange Rennstrecke der EuroEyes Cyclassics 2017 in Hamburg verlängert. Dennoch gehört der Radklassiker zu einem Pflichtevent für Lukas.

Am vergangenen Sonntag ging es morgens um 6.30 Uhr für Lukas nach dem Frühstück dann Richtung Hafen City. Trotz Sonnenschein, waren es nur 12 Grad bei einer norddeutsch, frischen Brise. Nach und nach füllte sich Startblock A dann auch mit den üblichen Verdächtigen.

Lukas fiebert dem Startschuss in Hamburg voller Zuversicht entgegen

Lukas fiebert dem Startschuss in Hamburg voller Zuversicht entgegen

Um 7.45 Uhr wurde endlich der Startschuss gegeben um die mittlerweile fast eingefrorenen Beine wieder warm zu strampeln. Die ersten 60 km verlief das Rennen verhältnismäßig ruhig bis die ersten Ausreißversuche und Attacken gefahren wurden. Eine zweiköpfige Spitzengruppe konnte sich hierbei zwischenzeitlich Absetzen. Die Verfolgergruppe war mit über 100 Fahrern dennoch sehr groß.

Somit ging es die nächsten knapp 100 km über norddeutsches Flachland zurück über Hamburg Richtung Wedel. Aufgrund des flachen Profils war eigentlich klar, dass sich erst nach der Bergwertung am Kösterberg das Feld trennen wird. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von über 35 km/h konnte Lukas den 5. Platz der Bergwertung für das Team Bergbeißer sichern und mit der Verfolgergruppe die Jagd auf die zwei Ausreißer aufnehmen.

Die anschließende Abfahrt entlang der Elbchaussee Richtung Hamburg war sehr hektisch und von harten Tempoantritten geprägt. Somit dauerte es auch nur wenige Minuten bis die Ausreißer in Sicht und schließlich wieder eingeholt waren. Damit war klar, dass das Rennen im Sprint entschieden wird.

Von der Reeperbahn ging es dann im Mördertempo Richtung Ziel auf die Mönckebergstraße. Auf den zwei letzten Kurven hieß es dann stark sein um nicht abgedrängt zu werden. Trotz einigen Ellenbogen-Attacken konnte sich Lukas in aussichtsreiche Position bringen und auf den letzten 300 Metern noch einmal alles geben. Was für ein spannendes Sprintfinale bei dem es am Ende für den 7. Platz in der Gesamtwertung und den 2. Platz in der Altersklasse Masters 1 reichte.

Auch im Ziel: Daumen hoch!

Auch im Ziel: Daumen hoch!

Wieder einmal ein tolles Rennen, mit super Zuschauern und einer tollen Atmosphäre – Hamburg wir kommen wieder!

Die versuchte Überquerung des Furkajochpasses

von |Mai 8th, 2017|

Die versuchte Überquerung des Furkajochpasses

Traumhaft schön ist die neue Wahlheimat – im schönen Vorarlberg – von Bergbeißer Christian​. Davon musste sich Teamkollege Lukas​ erstmal ein Bild machen!

Bei frühlingshaftem, fast sommerlichem Wetter haben die zwei sich von Satteins auf den Weg hoch in die Alpen gemacht.

Bester Laune machen sich Lukas und Christian auf den Weg zum Gipfel

Kaum die Hauseinfahrt verlassen ging es direkt in den Rund 10 km langen Anstieg hoch zum Thüringerberg. Motiviert von einem Alpenpanorama nach dem anderen ging es nach einer kurzen Abfahrt in den nächsten Anstieg. Zunächst bis zur Schneegrenze und schließlich hoch bis zum Fontanella-Faschinajoch (1486 m) wo bis vor ein paar Tagen noch reger Skibetrieb herrschte. Von sommerlichen Temperaturen war hier allerdings nicht mehr viel übrig. Mit über 70 km/h und eingefrorenen Fingern und Füßen ging es ein Stück runter bis zum Skiörtchen Damüls und wieder hinauf zum Furkajochpass (1761 m) nach dessen Überquerung eine 20 km lange Abfahrt als Belohnung auf die beiden warten sollte.

Kurz/Kurz ins Skigebiet

Kurz/Kurz ins Skigebiet

Wäre da bloß nicht dieser Winter gewesen…

Mit steigender Höhe wurde es immer kälter und es zogen schon verdächtig dunkle Wolken über die Alpenspitzen heran. Den Lenker fest umklammert und den Pass schon zum greifen Nahe im Blick wurde unsere Tour abrupt unterbrochen – durch eine Passsperre!

Kein Weiterkommen: Lukas und Christian werden durch eine Passsperre ausgebremst

Kein Weiterkommen: Lukas und Christian werden durch eine Passsperre ausgebremst

Das kann doch nicht wahr sein, etwa 1.500 m vor dem Pass sollte unsere Tour enden? Entschlossen trugen wir unsere Räder an der Schranke vorbei über die Schneeüberzogene Straße. Ein kleiner schneefreier Streifen am Rand war unsere Hoffnung, doch diese wehrte nur bis zur nächsten Kurve. Die gesamte Straße hoch bis zum Pass war mit etwa 1 m Schnee bedeckt.

Tragen statt Fahren: Lukas auf dem Rückzug

Tragen statt Fahren: Lukas auf dem Rückzug

Keine Chance… wir müssen umkehren!

Mit nassen Füßen, eiskalten Händen und Schnee in den Bremsen machten wir uns auf den Rückweg. Der einsetzende Schneefall machte es uns nicht leichter durch die fast ausgestorbenen Skidörfer wieder zurückzufahren. Von einem Polizisten erfuhren wir dann, dass selbst bei einer erfolgreichen Passüberquerung weitere 15 km schneebedeckte Straße auf uns gewartet hätten.

Eine herrliche Aussicht auf die schneebedeckten Alpenpässe

Eine herrliche Aussicht auf die schneebedeckten Alpenpässe

Das Tal erreicht wurde der Schnee durch Regen ersetzt, aber immerhin sind wir nicht erforen. Zuhause angekommen haben wir uns bei Pizza und Bier wieder erholte und schon Pläne geschmiedet:

Diesmal hat uns das Furkajoch vllt. in die Knie gezwungen; aber wir kommen wieder, versprochen!

Lukas und Christian

Relive unserer Tour:

https://www.relive.cc/view/969357308?r=wa

TOP 15 bei den EuroEyes Cyclassics in Hamburg

von |August 30th, 2016|

TOP 15 bei den EuroEyes Cyclassics in Hamburg

Regenschauer, Windböen und Temperaturen um 15 Grad waren für die diesjährigen EuroEyes Cyclassics 2016 in Hamburg angekündigt. Zum Glück hat sich die Vorhersage nicht bestätigt. Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel ging Lukas Renken am Sonntag, den 21. August 2016 bereits zum fünften Mal an den Start, um bei der 160 km langen Strecke für das Team Bergebeißer um den Sieg zu kämpfen. Um 6.00 Uhr morgens eine kräftige und nährreiche Mahlzeit zu sich zu nehmen, stellte dabei schon die erste Herausforderung dar.

Leicht angespannt fiebert Lukas dem Startschuss entgegen

Leicht angespannt fiebert Lukas dem Startschuss entgegen

Gegen 7.15 Uhr machte sich Lukas dann vom Hotel Richtung Hafen City zum Start auf. Der Startblock A war bereits schon früh morgens gut gefüllt. Um 8.10 Uhr wurde dann der Startschuss gegeben. Direkt mit hohem Tempo und einem unnötigen Sturz im Feld ging es von der HafenCity dann über die Köhlbrandbrücke weiter Richtung Süden über leicht welliges Gelände.

Nach etwa 30 km wartete die erste Bergwertung in Langenrehm auf ihn. Wobei ein Bergbeißer hier eigentlich nicht von einem Berg sprechen kann. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von etwa 35 km/h kämpfte sich das Feld rund 1,5 km lang mit einer durchschnittlichen Steigung von 3 % nach Langenrehm hoch. Die anschließende flache Fahrt über Buchholz und zurück nach Hamburg war ebenfalls durch ein konstant hohes Tempo und vielen Antritten geprägt. Zurück in Hamburg führte die Strecke westlich aus Hamburg hinaus bis nach Pinneberg und über Wedel zur zweiten Bergwertung am Kösterberg. Auch hier konnte sich Lukas gut behaupten und blieb in der Spitzengruppe.

Nach Überwindung des Kösterbergs wurde das Rennen das erste Mal hektisch und wurde durch viele Attacken geprägt. Hier hatte es sich bereits abgezeichnet, dass sich das Rennen im Massensprint entscheiden würde. Während der Rückfahrt nach Hamburg über Blankenese und die Reeperbahn wurde das Tempo immer wieder erhöht und der Kampf um Positionen wurde stärker. In aussichtsreicher Position ging es dann in die letzte Kurve auf die Mönckebergstraße Richtung Ziel. Hier wurde ein Fahrer erneut abgeräumt, wodurch Lukas leider an Tempo und Position verlor. „Bei über 50 km/h nochmal zum Sprint anzusetzen schmerzt und lässt die Beine noch mehr brennen“ berichtet Lukas. Angefeuert durch die wahnsinnig euphorischen Zuschauer schoss die Spitzengruppe Richtung Ziel. Lukas konnte hier noch einige Plätze aufholen und kam nur 3 Sekunde nach dem schwedischen Profi und Gesamtsieger Niklas Gustavsson (UCI Team Tre Berg Bianchi) als 12. ins Ziel. In der Masterklasse I erreichte er einen stolzen 5. Platz. Mit hoffentlich guter Unterstützung weiterer Bergbeißer freuen wir uns schon auf das Jahr 2017 das größte Jedermannrennen Europas wieder in Angriff zu nehmen.

Ein glücklicher Finisher

Ein glücklicher Finisher

Rasend schnell durch die Heimat

von |Juli 18th, 2016|

Rasend schnell durch die Heimat

Eigentlich sollte der Radklassiker „Rund um den Elm“ für mich als gebürtiger Braunschweiger ja ein Heimspiel sein, doch ich muss zugeben, dass ich eine Teilnahme bisher noch nicht geschafft habe. Mit großer Vorfreude habe ich mich angemeldet, um die 70 km lange Strecke mit etwa 800 hm zu bezwingen. Doch spätestens beim Studieren der endgültigen Meldeliste wurde mir bewusst, dass es ein knallhartes Rennen wird. Neben vielen professionellen Jedermannrennteams, ehemaligen B und A-Lizenzfahren sollte auch der amtierende niedersächsische Landesmeister im Bergzeitfahren Fritjof Schubert um den Sieg kämpfen.

Angespanntes Warten auf den Startschuss

Angespanntes Warten auf den Startschuss

Mit gehörigem Respekt und entsprechender Anspannung bin ich am Sonntagmorgen, den 10. Juli in Hötzum mit etwa 220 weiteren Radsportlern an den Start gegangen. Mit dem Startschuss ist die Anspannung verflogen und ich spürte in meinen Adern nur noch das pure Adrenalin. Mit direkt zu Beginn einer relativ hohen Geschwindigkeit ging es über Apelnstedt und Volzum bis nach Erkerode. Ich versuchte mich von Vornherein im Spitzenfeld zu positionieren, um bei einer möglichen Feldertrennung schnell reagieren zu können. Von Erkerode ging es durch das Reitlingstal, etwa 7 km mit einer leichten Steigung von etwa 4 % den Tetzelstein hoch. Auch hier wurde das Tempo im Berg mit etwa 35 km/h recht hoch gehalten. Zum Glück habe ich direkt zu Beginn meinen Rhythmus gefunden und konnte das hohe Tempo gut mithalten.

Von Beginn an wurde das Tempo im Feld hochgehalten

Von Beginn an wurde das Tempo im Feld hochgehalten

Auf den letzten 500 m wurde es dann etwas hektischer, so dass es zu einer ersten Trennung des Feldes kam. Die nächsten 16 km ging es dann über Eitzum und Kneitlingen konstant leicht bergab. Im Spitzenfeld kehrte wieder etwas Ruhe ein; Zeit um die Energeispeicher aufzufüllen bevor es über den Amplebener Berg in die zweite Elmrunde gehen soll. Ich wusste, dass in Ampleben das Rennen vorentschieden werden kann. Mit einer Länge von 1,5 km und einer Steigung von knapp 10 % ist der Anstieg nicht sonderlich lang, aber dennoch sehr schmerzhaft. Trotz guter Geschwindigkeit und Kondition am Berg, konnte sich trotzdem eine Gruppe von fünf Fahrern um Fritjof Schubert an der Kuppe absetzen. Nach einiger Zeit formierte sich dan ein etwa 15 Mann starkes Verfolgerfeld um die Jagd auf die Ausreißer aufzunehmen. Die Spitzengruppe im Visier ging es überwiegend flach mit einigen kleinen Wellen über die Elmortschaften Kneitlingen, Evessen und Apelnstedt wieder zurück in  Richtung Hötzum. Rund 6 km vor dem Ziel schlossen wir dann wieder zur Ausreißergruppe auf. Dann tauchte am Horizont schon die Zieldurchfahrt auf, jetzt hieß es aufpassen. Das Tempo war auf den letzten Kilometern wieder sehr hoch, ich hatte jedoch noch genügend Körner und Motivation um zu attackieren.

Noch einmal die letzten Körner mobilisieren: Der Zielsprint

Noch einmal die letzten Körner mobilisieren: Der Zielsprint

Auf dem letzten Kilometer konnte ich mich dann gemeinsam mit sieben weiteren Fahrern noch einmal absetzen und zum Sprint ansetzen. Dann kam etwas zu früh die erste Attacke, auf welche ich zwar direkt reagieren konnte, da ich leider keine optimale Ausgangssituation hatte, stand ich die letzten 300 m alleine im Wind. Dann kam die zweite Attacke von hinten und ich hatte Mühe zu reagieren, konnte jedoch noch einmal anziehen und dran bleiben. Mit über 65 km/h sprinteten wir über die Ziellinie, eine Zentimeterentscheidung. Erster wurde Wolfgang Witte (Radmitte Strassenteam) vor Michael Rademacher (team.ggu-software.com) und Fritjof Schubert (RSG Hannover), ich überquerte als insgesamt 5. die Zielinie. Für das Treppchen hat es dennoch gereicht, Platz 2 in der Masterklasse MK30 ist für mich auf jeden Fall ein guter Erfolg.

Stolz wie Oskar auf dem Podium

Stolz wie Oskar auf dem Podium

Nicht mit weniger Respekt, aber sicherlich mit mehr Erfahrung und dann auch in Bergbeißer-Outfit werde ich auch bei Rund um den Elm 2017 wieder an den Start gehen.

Lukas