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Torben Hamme

Knietief im Schlamm

von |Juni 1st, 2017|

Knietief im Schlamm

Zufällig hielt ich vor ein paar Monaten einen Flyer des „Sauerlandpark Hemer“ in meinen Händen und beim Durchblättern blieb mein Blick bei dem 3. Hemeraner Treppenlauf hängen:  466 Treppenstufen, ca. 100 Höhenmeter auf gerade einmal ca. 350m Laufdistanz.  Das wäre doch mal etwas anderes dachte ich mir. Noch viel interessanter fand ich dann allerdings den am selben Tag im Sauerlandpark stattfindenden Adventure Trail Run, der sich bei genauerem Betrachten als ein kleiner Bruder (der sich aber absolut nicht verstecken muss) von bekannten Läufen wie dem „xletix“ oder „tough mudder“ entpuppte. Nach kurzem Überlegen und der Suche nach Mitstreitern haben sich Mara und ich schließlich angemeldet. Berit und Sven hatten leider zu große Sorge, sich vor dem anstehenden Halbmarathon in Mönchengladbach zu verletzen.

Insgesamt galt es auf 3 Laufrunden á 3,3km 66 Hindernisse zu überwinden. Was genau uns an Hindernissen erwarten würde wussten wir nicht. Nur, dass es sowohl natürliche als auch künstliche Hindernisse geben würde und der Trail querfeldein durch den Wald, über Sand, Stein und Holz gehen würde war bekannt. Auch ein Wasserhindernis, durch das man evtl. auch schwimmen muss, konnte uns von unserem Vorhaben nicht abschrecken.

Kurz vor unserer Abfahrt verzog sich dann zum Glück auch das Gewitter, welches leider nicht für einen Temperaturabschwung sorgte und wir kamen bei gutem Wetter und ca. 30° in Hemer auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände an. Schon bei der Anfahrt erspähten wir den Jübergturm: „Gott sei Dank müssen wir da nicht hoch“. Dachten wir zumindest, denn im Startbereich wurde uns klar, doch wir müssen die ganzen Stufen bis zum Turm hoch. Im mit 900 Teilnehmern gefüllten Start- und Zielbereich fiel unser Blick schnell auf zwei Hindernisse, die für eine schöne Abkühlung sorgen sollten: Zum einen ein großes, mit Reifenketten überspanntes und braunem Wasser gefülltes Becken und drei große Entsorgungscontainer voll mit Wasser. Der Moderator der Veranstaltung, die auch live bei Facebook übertragen wurde, stellte den Startern die Strecke vor, allerdings konnte man sich unter den Namen der Hindernisse nur teilweise vorstellen, was einen erwartet. Diese hatten Namen wie: Stairs to heaven, Guten Rutsch, frog jumping, Kiss the beach, Warsteiner Bierkistenballett, hang down oder Auf die Barrikaden. Unsere schon erspähten Wasserhindernisse hörten auf den Namen: mud pool and body wash.

Um zu große Wartezeiten an den Hindernissen zu verhindern ließ man immer 150 Läufer im Abstand von 1:30 Minuten starten. Kurz nach dem Start, ging es über einen Berg von Heuballen, einen sehr rutschigen Hügel, unter Wasser hindurch und zum ersten Mal einige Treppenstufen hinauf. Bevor es zu den nächsten Stufen ging, musste man sich noch im Sandsackschleppen beweisen. Oben angekommen, wartete eine Wand aus Paletten, unzählige Reifen, Sackhüpfen, Betonröhren, steile Abwärtstrails und das Warsteiner Bierkästenballett auf uns. Die im 90° aufgestellte Wand, das 50cm über dem Boden überspannte Beachvolleyball-Feld und der Drahtkasten, unter dem wir herkriechen oder rollen mussten erinnerten mich schon sehr stark an meine Zeit bei der Bundeswehr und den Truppenübungsplatz. Man merkte, dass hier mal eine Kaserne war.

Nach weiteren Hindernissen erreichten wir schließlich den “mud pool“. Was wir hierbei leider nicht gesehen haben, war, dass es sich hierbei nicht einfach nur um dreckiges Wasser handelte, sondern wir  durch ca. 30cm tiefen Matsch waten mussten, der sich wunderbar in den Schuhen absetzte. Runde 2 und 3 galt es also mit nassen Schuhen und ersten Schürfwunden zu überstehen. Aber es hat sich gelohnt und richtig viel Spaß gemacht. Auch mussten wir lediglich in der ersten Runde wenige Minuten an den Hindernissen warten und nicht wie bei xletix und ähnlichen Veranstaltungen üblich 15-30 Minuten anstehen.

Torben hat in Hemer alle Hindernisse erfolgreich gemeistert

Torben hat in Hemer alle Hindernisse erfolgreich gemeistert

Nächstes Jahr sind wir definitiv wieder dabei. Gerne auch mit vielen weiteren Bergbeißern, denn bei dem Adventure Trail Run steht auf jeden Fall der Spaß im Vordergrund und Teamgeist spielt gerade bei den Hindernissen eine große Rolle!

Torben

Torben beendet Staffel-Triathlon in FFM auf Platz 6

von |August 12th, 2015|

Torben beendet Staffel-Triathlon in FFM auf Platz 6

 

Nach einem Jahr Pause beschloss Bergbeißer Torben in diesem Jahr wieder mit einer Staffel am Frankfurt City Triathlon teilzunehmen. Schnell fanden sich 5 weitere mehr oder weniger sportliche Mitstreiter und man meldete 2 Marburger Staffeln in Frankfurt an. Bei der Aufstellung der Staffeln achteten wir darauf, dass wir zwei ausgeglichene Staffeln aufstellen würden. Dachten wir zumindest..;)

Im Gegensatz zu unserer letzten Teilnahme beschlossen wir, diesmal eine etwas anspruchsvollere Distanz zu bewältigen, nämlich die Sprint-Distanz: 750m schwimmen, 28km biken und 5 km laufen.

Bergbeißer Torben zusammen mit seinen Staffelkollegen

Bergbeißer Torben zusammen mit seinen Staffelkollegen

Dass der Frankfurt City Triathlon definitiv keine Veranstaltung für Athleten mit weiter Anreise ist, erlebte ich bereits am Samstag, als ich mich mit einem Vertreter der zweiten Staffel auf den Weg nach Frankfurt machen musste. Es stand die verpflichtende 45-minütige Wettkampfbesprechung, Startunterlagenausgabe und der Bike Check-In am Langener Waldsee an.
Den Wettkampftag begannen wir bereits um 6 Uhr früh, als wir uns am Bahnhof in Marburg trafen. Nach der scheinbar ewigen Fahrt bis zum Langener Waldsee im Frankfurter Süden, mussten wir die letzten 3 km zu Fuß auf uns nehmen, denn zu dieser Uhrzeit waren noch kein Shuttle-Busse unterwegs. Auf dem Weg zum See begegneten uns bereits viele Athleten, die durch ihre körperliche Beschaffenheit zwar zu beeindrucken wussten, uns jedoch nicht entmutigen konnten. Während die Schwimmer und Biker am malerischen Langener Waldsee verweilten, befanden wir Läufer uns mittlerweile im Shuttle-Bus in Richtung Frankfurter Innenstadt. Um 10:40 war es dann für unsere Schwimmer soweit und es ging ab in das warme Nass. Die beiden Schwimmer schlugen sich hierbei recht souverän, wenngleich mein Staffelkamerad das Wasser etwas früher verlassen konnte. Bevor die Biker endlich ihr Arbeitsgerät besteigen konnten, mussten sie erstmal ca 600m zu Fuß zurücklegen, um dann über gesperrte Bundes-und Landstraßen zur nächsten Wechselzone am Frankfurter Rossmarkt zu fahren. Währenddessen saßen wir Läufer noch in der Stadt und überlegten, ob wir bei den heißen Temperaturen nicht ein kühles Radler trinken sollten. Überraschenderweise siegte dann doch der sportliche Ehrgeiz. Irgendwann trafen dann auch die Biker ein und ich konnte den Transponder übernehmen und meine 5km Laufrunde durch die aufgeheizte Frankfurter Innenstadt über Zeil und vorbei an Hauptwache und Alter Börse antreten. Nach 01:44:37h und mit knapp 6 Minuten Vorsprung auf unsere zweite Staffel traf ich dann im Ziel ein. Insgesamt belegten wir den 6. Platz mit geringem Abstand auf die Plätze 4 und 5. Um aufs Podium zu klettern fehlte dann allerdings fast eine Viertelstunde.

Den Sonntag ließen wir dann bei ein, oder auch zwei erfrischenden Äpplern ausklingen!

Insgesamt war es eine schöne Veranstaltung mit großem Rahmenprogramm (u.a. StreetFood Festival), der man allerdings anmerkte, dass sie eher auf Einzelkämpfer, als auf Staffeln ausgerichtet ist.

Torben