Bergbeißer sammeln Trainingskilometer auf Mallorca

In diesem Jahr ging es für unsere sechs Rennradler nach Mallorca. Partyurlaub auf der Insel? Fehlanzeige! Stattdessen sammelten Lina, Lukas, Thomas, Christian, Christoph und Sven Trainingskilometer für die laufende Saison. In einem kleinen Tagebuch haben die Bergbeißer ihre Touren zusammengefasst:

Tag 1:

Um 6:35 Uhr ging es für Lina, Thomas und Lukas vom Flughafen Düsseldorf ins langersehnte Team Bergbeißer – Trainingslager nach Mallorca. Nachdem die drei Ihre Rennräder abgeholt hatten, stand für den ersten Tag erst einmal Einrollen auf dem Programm.

Erster Tag, erste Panne: Nach wenigen Handgriffen konnte die Fahrt wieder aufgenommen werden
Erster Tag, erste Panne: Nach wenigen Handgriffen konnte die Fahrt wieder aufgenommen werden

Flach durch den Südosten Mallorcas ging es zunächst entlang der Küste über Campos und Porrers bis nach Petra. Auf dem Marktplatz im Zentrum des historischen Dorfes stärkten sich die drei bei einer typischen Tarta Almendra und Café con Leche, bevor es über Montuiri und Llucmajor zurück an die Platja de Palma ging. Am Ende standen knapp 110 km und 850 hm auf dem Tacho und ein erstes verdientes  Cerveza konnten die drei in der Sonne genießen.

Tag 2:

Der zweite Tag führte die drei Bergbeißer in Richtung des Tramuntana-Gebirges im Westen der Insel. Über Santa Maria del Cami und Bunyola wartete der erste Anstieg, der Coll de Sóller. Der Coll de Sóller (496 m) ist einer der wenigen echten Pässe Mallorcas. Der Coll de Sóller weist auf seiner 5 km langen Rampe eine traumhaft schöne Serpentinenkonstruktion auf. Nach der 10 km langen rasenden Abfahrt bis nach Sóller führte die Tour entlang der traumhaften Küstenstraße über Deià, Valldemossa über welliges Terrain. In Deià gab es dann die verdiente Stärkung in einem der traumhaften Cafés des wunderschönen Bergdorfes.

Über den Puigpunyent und Galilea ging es über den Col de Sa Creu entlang der  Südküste zurück zum Basislager. Nach 125 km und 2300 hm konnte das Trio auf eine traumhafte Tour zurückblicken.

Herrlicher Blick auf den Anstieg zum Col de Sollér

Herrlicher Blick auf den Anstieg zum Col de Sollér

Tag 3:

Am dritten Tag kam endlich Christian als Verstärkung für das Team hinzu. Das hieß erneutes Einrollen für Christian. Die Tour führte uns entlang der MA15 über Algaida zunächst nach Petra. Nach einer schönen Kaffeepause auf dem Marktplatz in Petra führte uns die Tour über Felanitx hinauf zum Puig de Sant Salvador, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Mallorcas. Am Kloster (509 m) angekommen, schmiegt sich die Wallfahrtskirche Santuari de Sant Salvador wie ein Schwalbennest an den Berghang. Die Flaschen mit frischem Bergquellwasser aufgefüllt rollten die Bergbeißer zurück zur Platja de Palma. Am Ende des Tages zählte der Tacho 120 km mit 1200 hm.

Puig de Sant Salvador, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Mallorcas

Puig de Sant Salvador, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Mallorcas

Tag 4:

Die 4. Tour führte Lina, Lukas, Thomas und Christian über Bunyola und Esporles erneut in Richtung Westküste. Zunächst hoch zur Küstenstadt Banyalbuffar, dann entlang der traumhaften Küstenstraße über Estellencs bis nach Andratx. In Andratx angekommen war der Großteil der Tour geschafft, so dass sich das Team auch hier auf dem Markplatz noch einmal stärken konnte bevor es über den letzten Anstieg – Coll de Sa Creu – zurück zum Hotel ging. 120 km mit 1900 hm am konnten am Tagesende in das Fahrtenbuch eingetragen werden.

Bei bestem Wetter eroberten die Bergbeißer die Westküste

Bei bestem Wetter eroberten die Bergbeißer die Westküste

Tag 5:

Am 5. Tag des Trainingslagers sollte es zum Orient gehen. Der Coll d’Honor (550 m) sowie der Ort Orient liegen an der Ostflanke der Serra de Tramuntana, dem Gebirgszug entlang der Westküste von Mallorca. Der Coll d’Honor ist der vierthöchste Pass auf Mallorca. Die 95 km (1020 hm) lange Tour führte die 4 Bergbeißer zunächst nach Bunyola, von wo aus der 6 km lange Anstieg zum Coll d`Honor beginnt. Über Binissalem, Sencelles und Algaida ging es überwiegend abwärts zurück zum Hotel wo die Bergbeißer Sven und Christoph bereits warteten.

Keine Ausfahrt ohne Mandelkuchen

Tag 6:

Vor dem Hintergrund einer Maßnahme zur Teamstärkung am Vorabend, andauernden Regenfällen und einer wohlverdienten Ruhepause ließen es die Bergbeißer am 6. Tag ruhiger angehen. Für einen Ausflug nach Palma ließ das Team die Räder vorerst im Radkeller stehen. Lediglich Christian, Sven und Christoph hockten sich am späten Nachmittag für eine kurze Runde über Llucmajor, Randa und Santa Eugènia noch auf den Drahtesel. Nach 73 km und 777 hm war das Einrollen für Sven und Christoph beendet.

Christian begleitete Sven und Christoph beim Einrollen nach Randa

Christian begleitete Sven und Christoph beim Einrollen nach Randa

Tag 7:

Tag 7 – die Königsetappe! In voller Teamstärke und bei strahlendem Sonnenschein rollten die sechs Bergbeißer in Richtung Santa Maria del Cami, ehe es nach der Ortsdurchfahrt durch Selva erstmals ernst wurde. Nach einem kräftezerrenden Anstieg zum Coll de Sa Bataia (579 m) konnte das Team an der bekannten Tankstelle kurz durchschnaufen. Nach weiteren 2,5 km bergauf endete der Aufstieg 500 m vor der berühmten 270-Grad-Kurve am Coll dels Reis (728 m). Anschließend folgte eine 10 km lange und atemberaubend schöne Abfahrt in den Küstenort Sa Calobra. Einmal unten angekommen durfte das obligatorische Gruppenfoto ebenso wenig fehlen wie der traditionelle Mandelkuchen. Frisch gestärkt führte kein Weg daran vorbei, den erneuten Aufstieg zum Coll dels Reis (728 m) zu wagen. Von dort aus war es dann nicht mehr weit zum höchsten Punkt der Insel, dem Puig Major (880 m). Erneut wurden die Strapazen hinauf durch eine rasante Abfahrt nach Sollér nahezu vergessen gemacht. Über Dejà, Valldemossa und Esporles kehrten die Bergbeißer nach 175 km und 3400 hm erschöpft aber glücklich zurück nach Platja de Palma.

Die Königsetappe lockte die Bergbeißer in den Küstenort Sa Calobra

Die Königsetappe lockte die Bergbeißer in den Küstenort Sa Calobra

Tag 8:

Einen Tag nach der Königsetappe stand dann wieder eine lockere Etappe auf dem Programm. Das Highlight dieses Tages stellte sicherlich die Radrennbahn in Sieneu dar. Hier ließen sich die Bergbeißer die Chance auf ein paar Runden nicht nehmen. Der Rückweg über die Carretera dels Presos gestaltete sich als zermürbende Geduldsprobe gegen den Wind. In bester Zeitfahrmanier meisterte das Team den Kampf gegen den Wind. Nach 110 km und 700 hm wurde es dann nur an der Strandbar noch einmal so richtig stürmisch – verdient war es!

Das Highlight des Tages: Die  Radrennbahn in Sineu

Das Highlight des Tages: Die Radrennbahn in Sineu

Tag 9:

Eine der landschaftlich schönsten Touren erlebten die Bergbeißer an Tag 9. Zusammen mit zahlreichen anderen international besetzten Radteams ging es erst nach Santa Maria del Cami und weiter nach Esporles. Angetrieben von der angepriesenen Riesenpizza „sprintete“ das Team durch Puigpunyent hinauf nach  Galilea (491 m). Und Tatsache, dort wurden unsere Kilometerfresser von einer Zwischenverpflegung der Extraklasse erwartet. Auf eine rasante Abfahrt nach Calvià folgte der letzte Anstieg des Tages hinauf zum Coll de Sa Creu, ehe das Team zurück in Richtung Palma rollte. Das Trainingstagebuch: 105 km und 1300 hm.

Pizza, Pizza, wunderbar!

Pizza, Pizza, wunderbar!

Tag 10:

Nachdem Christian und Thomas leider wieder abreisen mussten und Christoph krankheitsbedingt einen Ruhetag einlegte, machten sich Lina, Lukas und Sven am 10. Tag auf den Weg in den hohen Norden. Die einzige Hürde auf dem Weg nach Port de Polenca stellte erneut der Coll de Sa Bataia (579 m) dar. Mit nun reichlichen Trainingskilometern in den Beinen und bei deutlich weniger Verkehr stellte das Trio hier noch einmal persönliche Bestzeiten auf. Nach einem Abstecher zum Kloster Lluc standen knapp 20 km Abfahrt auf dem Programm. In Port de Polenca angekommen testeten die drei erst einmal die Wassertemperaturen und genossen am Strand die wohltuenden Sonnenstrahlen. Alcúdia, Sa Pobla und Santa Maria del Cami waren die Stationen auf dem Rückweg. Am Ende des Tages zeigte der Tacho 151 km und 1300 hm an.

Entspannung am Strand

Entspannung am Strand

Tag 11:

Sven kannte den Coll de Sollér (496 m) noch nicht, also musste die Südrampe aus Richtung Bunyola kurz vor dem Ende des Trainingslagers noch einmal bezwungen werden. Am Gipfel angekommen schwärmte Sven von den gleichmäßig ansteigenden Serpentinen auf dem Weg nach oben – der Ausflug hatte sich gelohnt. Ebenso gelohnt hatte sich der Besuch einer Konditorei in Valldemossa – ein Insider-Tipp. Hier probierten Lina, Lukas und Sven erstmals Ensaïmada, eine leckere mallorquinische Spezialität. Mit vollen Mägen und 101 km sowie 1600 hm erreichte das Trio das Teamhotel.

Auf dem Marktplatz von Bunyola: Lukas, Sven und Lina

Auf dem Marktplatz von Bunyola: Lukas, Sven und Lina

Tag 12:

Den letzten Tag nutzten nur noch Lukas und Sven auf dem Rad. Auf direktem Weg steuerten die beiden den Puig de Randa (542 m) an. Auf ebenso direktem Weg ging es auch wieder zurück. Kurz und schmerzlos: 54 km und 700 hm.

Ein letztes Ausrollen

Ein letztes Ausrollen

Am Ende des BB-Trainingslagers konnten alle sechs Bergbeißer auf einige tolle Tage auf und neben dem Rad zurückblicken! An 12 Tagen spulten Lina und die Jungs 1339 km und 17047 hm ab.

Die Heatmap des BB-Trainingslagers

Die Heatmap des BB-Trainingslagers