Bergbeißer von der Stimmung beim P-Weg überwältigt

Am Sonntag trafen dich die Bergbeißer zum traditionellen Teamfoto, ehe die Biker die Waldwege eroberten

Am Sonntag trafen dich die Bergbeißer zum traditionellen Teamfoto, ehe die Biker die Waldwege eroberten

Wenn in Plettenberg Hunderte von Starterbeuteln gepackt werden, im Stadtgebiet erste Wegweiser angebracht werden, am Bauhof tonnenweise Bananen, Wasserkanister oder Iso-Pulver Dosen auf Europaletten verladen werden und zahlreiche Sportler ihre letzten Trainingsrunden durch die umliegenden Wälder ziehen, dann ist eines klar: Der P-Weg steht kurz bevor, das große Kribbeln beginnt! In einer Stadt herrscht der reinste Ausnahmezustand und in einem Team steigen Vorfreude und Anspannung gleichermaßen in ungeahnte Sphären. Das Team Bergbeißer ist über die gesamte Saison bei verschiedensten Sportveranstaltungen vertreten, doch das P-Weg-Marathonwochenende in Plettenberg ist zweifelsohne der große Saisonhöhepunkt. Und so befanden sich die Teammitglieder auch in diesem Jahr am ersten Septemberwochenende im P-Weg-Fieber – Diagnose: Unheilbar!

Bergbeißer Steve Seibt alias Clown Stielou sorgte bei den Finishern der Kinderrennen im Zielbereich für gute Laune

Bergbeißer Steve Seibt alias Clown Stielou sorgte bei den Finishern der Kinderrennen im Zielbereich für gute Laune

An allen drei Tagen erlebten die Bergbeißer in den verschiedensten Disziplinen einmal mehr ein Event der Extraklasse. Dass der P-Weg eben etwas ganz Besonderes ist, zeigte sich bereits am Freitagabend. Trotz des schlechten Wetters zog es zahlreiche Zuschauer in die Plettenberger Innenstadt, um dort im Rahmen der Eröffnung die jüngsten P-Weg Teilnehmer beim Kids Race lautstark anzufeuern. Darunter auch einige Bergbeißer, die den Weg in die Vier-Täler-Stadt gefunden hatten. Neben den Plettenbergern versammelten sich ebenso Bergbeißer mit langen Anreisen aus der gesamten Bundesrepublik, aus der Schweiz oder aus Frankreich entlang der Strecke, um den Kindern bei ihren Lauf- und Radwettbewerben zujubeln zu können. Zwischen den einzelnen Rennen wurde die Zeit genutzt, um sich bei einer leckeren Pasta auf die eigenen bevorstehenden Herausforderungen der nächsten Tage vorzubereiten.

Bereits vor den ersten Rennen war die Plettenberger Innenstadt am frühen Freitagabend rappelvoll

Bereits vor den ersten Rennen war die Plettenberger Innenstadt am frühen Freitagabend rappelvoll

Ein ganz eigenes Flair machte sich dann breit, als in der Dunkelheit der Startschuss zum Fun Night Run fiel und sich Jugendliche der Altersklassen U12 bis U16 mit Stirnlampen ausgestattet auf den 3,7 km bzw. 4,8 km langen Kurs machten. Unter den Teilnehmern waren dann auch zwei Bergbeißer-Trikots vertreten. Felix und Moritz Franke läuteten das teaminterne P-Weg-Marathonwochenende ein. Die beiden Brüder waren auch die ersten, die anschließend die begehrte Finisher-Medaille in Empfang nehmen durften. Mit den Zeiten von 25:32 Minuten (Felix; 3,7km) und 34:19 Minuten (Moritz; 4,8) durften sich die jüngsten Bergbeißer über die Altersklassenplätze 23 (U12) und 24 (U14) freuen.

Gute Laune und ein reichhaltiges Angebot am Verpflegungsstand der Bergbeißer in Ehlhausen

Gute Laune und ein reichhaltiges Angebot am Verpflegungsstand der Bergbeißer in Ehlhausen

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Läufer, Walker und Wanderer. Während ein großer Teil der Bergbeißer am Verpflegungsstand in Ehlhausen für die Versorgung und Motivation der Teilnehmer auf der Langstrecke zuständig war, gingen elf Teammitglieder auf der Halbmarathondistanz (7 Läufer und 4 Walker) selbst an den Start. Im gefühlt einzigen einigermaßen trockenen Zeitfenster des Tages meisterten die Läufer Berit und Torben Hamme, Laurent Pierre und Karine Humbert, Marco Lang, Alessandro Ventimiglia und Sven Klingschat die 21 Kilometer und knapp 600 Höhenmeter ebenso wie die Walker Ludwig Voß, Rolf Franke, Antje Klingschat Franke und Ellen Prange. Trotz der Strapazen waren alle Teilnehmer von den Eindrücken entlang der Strecke überwältigt. Die Zuschauer harrten an den teils abgelegensten  Streckabschnitten aus, um jeden einzelnen Sportler gebührend zu feiern – ein Motivationsschub, der noch einmal die letzten Körner mobilisiert und durch kein Energy-Gel zu ersetzen ist. Und so wundert es nicht, dass nahezu alle Bergbeißer ihre erwarteten Leistungen übertrafen. Auf den Ergebnislisten der Läufer stellten sich jene Leistungen wie folgt dar:

86. Platz: Ventimiglia, Alessandro; Rang 8 in Altersklasse M35; 1:52:48 Stunden

87. Platz: Klingschat, Sven; Rang 27 in Altersklasse Männer; 1:53:01 Stunden

203. Platz: Humbert, Laurent Pierre; Rang 19 in Altersklasse M45; 2:08:21 Stunden

206. Platz: Lang, Marco; Rang 22 in Altersklasse M35; 2:08:30 Stunden

245. Platz: Hamme, Torben; Rang 56 in Altersklasse Männer; 2:13:13 Stunden

290. Platz: Humbert, Karine; Rang 9 in Altersklasse W45; 2:18:10 Stunden

359. Platz: Hamme, Berit; Rang 24 in Altersklasse Frauen; 2:30:58 Stunden

Immer noch Zeit für einen Spaß mit dem Fotografen: Sven auf dem Weg in Richtung Bärenberg

Immer noch Zeit für einen Spaß mit dem Fotografen: Sven auf dem Weg in Richtung Bärenberg

Während Berit, Karine, Torben und Marco bei der erneuten Pastaparty am Samstagabend ihre Leistungen ausgelassen feiern konnten, lag für Laurent Pierre, Sven und Alessandro der Fokus bereits auf dem Sonntag. Das Trio hatte sich für die Kombiwertung, bestehend aus der Halbmarathon-Distanz Laufen und dem Bike-Marathon, angemeldet. Bei den Walkern sprang gleich ein Altersklassensieg heraus. Ellen siegte nach 3:25:51 Stunden in der Altersklasse weibliche Jugend B.

Die Bergbeißer schicken die Langstreckler auf die Reise

Die Bergbeißer schicken die Langstreckler auf die Reise

Der P-Weg-Sonntag: Traditionell ist der letzte Tag des Wochenendes für die Bergbeißer der Höhepunkt. Denn mit in diesem Jahr 37 Startern über die drei Distanzen (45 km/1200 hm – 29 Starter; 74 km/2000 hm – 3 Starter und 93 km/2600 hm – 5 Starter) waren die orange-blauen Farben der Bergbeißer erneut stark vertreten. Wie in jedem Jahr versammelten sich die Teammitglieder in der Stadt, um sich für das Mannschaftsfoto von der besten Seite zu zeigen und um anschließend die Starter der Langstrecke unter lautstarken Anfeuerungsrufen auf die Reise zu schicken. Pünktlich um 10 Uhr sollte dann auch für die Bergbeißer auf der Marathon-Distanz der Startschuss fallen, sodass Teamchef Holger Klingschat dann alle seine Schäfchen auf der Strecke hatte. Dabei waren die einzelnen Bergbeißer mit den verschiedensten Ambitionen unterwegs. Während einige einen Spitzenplatz anvisierten, zählte wiederum für andere der olympische Gedanke des Ankommens. Aber eines haben alle Teammitglieder gemeinsam: Die Freude am Mountainbiken und eben eine unglaubliche Lust auf den P-Weg! Und so sind es am Ende keinesfalls nur die Sportler der vorderen Platzierungen, die mit einem zufriedenen Grinsen über die Ziellinie fahren. Vielmehr sind es auch die letzten Bergbeißer, die erschöpft, aber überglücklich die Bühne unter dem Stephansdachstuhl erreichen.

Andreas (vorne) und Jochen auf dem Weg hinauf zum Tanneneck

Andreas (vorne) und Jochen auf dem Weg hinauf zum Tanneneck

Zu den absoluten Spitzensportlern zählten am Sonntag einmal mehr die Bergbeißer auf den beiden Langstrecken. Bei teils strömendem Regen bahnte sich insbesondere das Duo Ulrich Voll und Jago Fechtmann einen besonders schnellen Weg über die matschigen Waldböden. In nur 4:01:13 Stunden (Jago) und 4:21:43 Stunden (Ulrich) absolvierten die Biker die 93 Kilometer und belegten damit die Gesamtplätze 3 und 10!  In den Altersklassen spiegelten diese Ergebnisse die Plätze 1 (Jago – Elite) und 2 (Ulrich – Sen 3). Einen ebenso starken Altersklassenplatz erreichte Patrick Anderle. 4:51:51 reichten am Ende für den 4. Platz in der Klasse Elite. Knapp an den Top Ten vorbei schrammte Martin Enge beim Rennen über die 74 km. Bei den Senioren 1 erreichte Martin den 11. Platz (40. Gesamt).

Nicht nur am Aqua Magis, sondern auch im Ziel schnellste Bergbeißerin: Susanne

Nicht nur am Aqua Magis, sondern auch im Ziel schnellste Bergbeißerin: Susanne

Zügig unterwegs waren auch die Bergbeißer auf der kürzesten der drei Distanzen. Hier entschied Simon Holterhof (2:07:13 Stunden; Gesamtplatz 39 und Rang 11 in der AK Sen1) die Teamwertung für sich. Auf Simon folgte das Bergbeißer Quartett um Jürg Wüthrich (2:20:47 Stunden; Gesamtplatz 99 und Rang 39 in der AK Sen 2), Sven Klingschat (2:21:34 Stunden; Gesamtplatz 100 und Rang 23 in der AK Elite), Steve Seibt (2:21:52 Stunden; Gesamtplatz 107 und Rang 24 in der AK Sen 1) und Tristan Wüthrich (2:22:00 Stunden; Gesamtplatz 110 und Rang 27 in der AK Elite). Als schnellste Frau meisterte Susanne Voll die anspruchsvolle Strecke (2:43:43 Stunden; Gesamtplatz 296 und Rang 7 in der AK Sen 2w). Das Trio der Kombiwertung erreichte letztendlich die Gesamtplätze 19 (Sven), 22 (Alessandro) und 71 (Laurent Pierre).

Ein Neuer für Jagos Pokalsammlung: 1. Platz Altersklasse Elite über 93 km

Ein Neuer für Jagos Pokalsammlung: 1. Platz Altersklasse Elite über 93 km

Technische Defekte und Stürze sorgten dafür, dass schließlich leider nicht alle Bergbeißer das Ziel erreichten. Glücklicherweise verliefen die Stürze einigermaßen glimpflich, sodass alle Teammitglieder den Sonntagnachmittag im Rahmen der After-Race Party dazu nutzen konnten, um Energiereserven wieder aufzufüllen und das ereignisreiche Sportwochenende mit den Kollegen zu resümieren.

Daumen hoch für den P-Weg und die After-Race Party der Bergbeißer: Torben und Berit

Daumen hoch für den P-Weg und die After-Race Party der Bergbeißer: Torben und Berit

Fotos: Sportograf (1), Privat (9)