Möchten Sie uns kontaktieren?|kontakt@team-bergbeisser.de

Tourberichte

BB-Gründungsquartett in Bayern unter Strom

von |Juli 24th, 2018|

BB-Gründungsquartett in Bayern unter Strom

Es ist schon ein paar Tage her, als sich vier der fünf „BB-Gründer“ auf den Weg nach Eschenlohe (zwischen Murnau und Garmisch) machten, um per Rad die Gegend zu erkunden. Bei einem Durchschnittsalter von 68,25 Jahren ist es glaube ich auch ehemaligen „BB-Profis“ erlaubt, auf die aktuelle Technik (E-Bike) zurückzugreifen. Nur so war es uns möglich, trotz der hügeligen Gegend in den sechs Tagen doch eine beachtliche Anzahl an Kilometern zurückzulegen.

Nicht nur die Kilometer, sondern auch die Höhenmeter haben uns und den Akkus alles abgefordert.

BB-Quartett kann dank elektronischer Unterstützung über Anstiege nur noch lachen

BB-Quartett kann dank elektronischer Unterstützung über Anstiege nur noch lachen

Um bereits von der ersten Minute das Gefühl von Urlaub zu haben, hatten wir beschlossen einen Transit anzumieten, in dem wir vier incl. Räder Platz fanden.

Während Günter, Hans-Jörg und ich unsere nagelneuen „Rennboliden“ zum ersten Mal an den Start brachten, ging Ortwin mit bewährter Technik ins Rennen.

Nach gemütlicher Anreise erreichten wir am Sonntagabend  unser Quartier in Eschenlohe – wer ruhigen Urlaub haben will ist dort gut aufgehoben. Von dort starteten wir unsere Tagestouren. Zum Einfahren wählten wir für den ersten Tag Murnau, wo wir den angrenzenden Staffelsee umrundeten. Weitere Ziele waren u.a. Oberammergau, Kloster Ettal, Garmisch-Patenkirchen und der Eibsee. Vor allem die Etappen zum Eibsee und nach Kloster Ettal haben „Ross und Reiter“ alles abverlangt. Bei den jeweiligen Zwischenstopps waren die Strapazen jedoch schnell wieder vergessen.

Pause muss sein

Pause muss sein

Obwohl es in der Woche fast in ganz Bayern immer wieder zum Teil kräftig rumste (Gewitter), blieben wir hiervon bis auf den letzten Tag verschont. Hier hatten wir allerdings ein kurzes aber heftiges Erlebnis. Ca.  3 km vor unserem Hotel zog ein Gewitter auf, dem wir allerdings kaum Bedeutung beigemessen hatten.

Das sollte sich jedoch ca. 800 m vor dem Hotel ändern. Günter und ich waren ca. 200 m hinter den anderen, als wir uns plötzlich in einem hellen Lichtkegel mit einem kräftigen Kribbeln in den Händen und einem ohrenbetäubenden Knall befanden. Danach war der Spuk auch schon vorbei. Im Hotel angekommen, haben wir erstmal  einen Schluck auf unsere „Wiedergeburt“ genommen. Abends erfuhren wir dann, dass es etwa 200-300 Meter hinter uns in die Kirche eingeschlagen hatte.

Die Belohnung nach der Tour

Die Belohnung nach der Tour

 

Selbstverständlich haben wir in der Woche auch unsere „BB-Farben“ zur „Schau gestellt“.

So gemütlich wie hin, ging es auch wieder zurück ins Sauerland, sofern man bei den vielen Baustellen von gemütlich reden kann.

Bergbeißer sammeln Trainingskilometer auf Mallorca

von |Mai 16th, 2018|

Bergbeißer sammeln Trainingskilometer auf Mallorca

In diesem Jahr ging es für unsere sechs Rennradler nach Mallorca. Partyurlaub auf der Insel? Fehlanzeige! Stattdessen sammelten Lina, Lukas, Thomas, Christian, Christoph und Sven Trainingskilometer für die laufende Saison. In einem kleinen Tagebuch haben die Bergbeißer ihre Touren zusammengefasst:

Tag 1:

Um 6:35 Uhr ging es für Lina, Thomas und Lukas vom Flughafen Düsseldorf ins langersehnte Team Bergbeißer – Trainingslager nach Mallorca. Nachdem die drei Ihre Rennräder abgeholt hatten, stand für den ersten Tag erst einmal Einrollen auf dem Programm.

Erster Tag, erste Panne: Nach wenigen Handgriffen konnte die Fahrt wieder aufgenommen werden
Erster Tag, erste Panne: Nach wenigen Handgriffen konnte die Fahrt wieder aufgenommen werden

Flach durch den Südosten Mallorcas ging es zunächst entlang der Küste über Campos und Porrers bis nach Petra. Auf dem Marktplatz im Zentrum des historischen Dorfes stärkten sich die drei bei einer typischen Tarta Almendra und Café con Leche, bevor es über Montuiri und Llucmajor zurück an die Platja de Palma ging. Am Ende standen knapp 110 km und 850 hm auf dem Tacho und ein erstes verdientes  Cerveza konnten die drei in der Sonne genießen.

Tag 2:

Der zweite Tag führte die drei Bergbeißer in Richtung des Tramuntana-Gebirges im Westen der Insel. Über Santa Maria del Cami und Bunyola wartete der erste Anstieg, der Coll de Sóller. Der Coll de Sóller (496 m) ist einer der wenigen echten Pässe Mallorcas. Der Coll de Sóller weist auf seiner 5 km langen Rampe eine traumhaft schöne Serpentinenkonstruktion auf. Nach der 10 km langen rasenden Abfahrt bis nach Sóller führte die Tour entlang der traumhaften Küstenstraße über Deià, Valldemossa über welliges Terrain. In Deià gab es dann die verdiente Stärkung in einem der traumhaften Cafés des wunderschönen Bergdorfes.

Über den Puigpunyent und Galilea ging es über den Col de Sa Creu entlang der  Südküste zurück zum Basislager. Nach 125 km und 2300 hm konnte das Trio auf eine traumhafte Tour zurückblicken.

Herrlicher Blick auf den Anstieg zum Col de Sollér

Herrlicher Blick auf den Anstieg zum Col de Sollér

Tag 3:

Am dritten Tag kam endlich Christian als Verstärkung für das Team hinzu. Das hieß erneutes Einrollen für Christian. Die Tour führte uns entlang der MA15 über Algaida zunächst nach Petra. Nach einer schönen Kaffeepause auf dem Marktplatz in Petra führte uns die Tour über Felanitx hinauf zum Puig de Sant Salvador, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Mallorcas. Am Kloster (509 m) angekommen, schmiegt sich die Wallfahrtskirche Santuari de Sant Salvador wie ein Schwalbennest an den Berghang. Die Flaschen mit frischem Bergquellwasser aufgefüllt rollten die Bergbeißer zurück zur Platja de Palma. Am Ende des Tages zählte der Tacho 120 km mit 1200 hm.

Puig de Sant Salvador, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Mallorcas

Puig de Sant Salvador, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Mallorcas

Tag 4:

Die 4. Tour führte Lina, Lukas, Thomas und Christian über Bunyola und Esporles erneut in Richtung Westküste. Zunächst hoch zur Küstenstadt Banyalbuffar, dann entlang der traumhaften Küstenstraße über Estellencs bis nach Andratx. In Andratx angekommen war der Großteil der Tour geschafft, so dass sich das Team auch hier auf dem Markplatz noch einmal stärken konnte bevor es über den letzten Anstieg – Coll de Sa Creu – zurück zum Hotel ging. 120 km mit 1900 hm am konnten am Tagesende in das Fahrtenbuch eingetragen werden.

Bei bestem Wetter eroberten die Bergbeißer die Westküste

Bei bestem Wetter eroberten die Bergbeißer die Westküste

Tag 5:

Am 5. Tag des Trainingslagers sollte es zum Orient gehen. Der Coll d’Honor (550 m) sowie der Ort Orient liegen an der Ostflanke der Serra de Tramuntana, dem Gebirgszug entlang der Westküste von Mallorca. Der Coll d’Honor ist der vierthöchste Pass auf Mallorca. Die 95 km (1020 hm) lange Tour führte die 4 Bergbeißer zunächst nach Bunyola, von wo aus der 6 km lange Anstieg zum Coll d`Honor beginnt. Über Binissalem, Sencelles und Algaida ging es überwiegend abwärts zurück zum Hotel wo die Bergbeißer Sven und Christoph bereits warteten.

Keine Ausfahrt ohne Mandelkuchen

Tag 6:

Vor dem Hintergrund einer Maßnahme zur Teamstärkung am Vorabend, andauernden Regenfällen und einer wohlverdienten Ruhepause ließen es die Bergbeißer am 6. Tag ruhiger angehen. Für einen Ausflug nach Palma ließ das Team die Räder vorerst im Radkeller stehen. Lediglich Christian, Sven und Christoph hockten sich am späten Nachmittag für eine kurze Runde über Llucmajor, Randa und Santa Eugènia noch auf den Drahtesel. Nach 73 km und 777 hm war das Einrollen für Sven und Christoph beendet.

Christian begleitete Sven und Christoph beim Einrollen nach Randa

Christian begleitete Sven und Christoph beim Einrollen nach Randa

Tag 7:

Tag 7 – die Königsetappe! In voller Teamstärke und bei strahlendem Sonnenschein rollten die sechs Bergbeißer in Richtung Santa Maria del Cami, ehe es nach der Ortsdurchfahrt durch Selva erstmals ernst wurde. Nach einem kräftezerrenden Anstieg zum Coll de Sa Bataia (579 m) konnte das Team an der bekannten Tankstelle kurz durchschnaufen. Nach weiteren 2,5 km bergauf endete der Aufstieg 500 m vor der berühmten 270-Grad-Kurve am Coll dels Reis (728 m). Anschließend folgte eine 10 km lange und atemberaubend schöne Abfahrt in den Küstenort Sa Calobra. Einmal unten angekommen durfte das obligatorische Gruppenfoto ebenso wenig fehlen wie der traditionelle Mandelkuchen. Frisch gestärkt führte kein Weg daran vorbei, den erneuten Aufstieg zum Coll dels Reis (728 m) zu wagen. Von dort aus war es dann nicht mehr weit zum höchsten Punkt der Insel, dem Puig Major (880 m). Erneut wurden die Strapazen hinauf durch eine rasante Abfahrt nach Sollér nahezu vergessen gemacht. Über Dejà, Valldemossa und Esporles kehrten die Bergbeißer nach 175 km und 3400 hm erschöpft aber glücklich zurück nach Platja de Palma.

Die Königsetappe lockte die Bergbeißer in den Küstenort Sa Calobra

Die Königsetappe lockte die Bergbeißer in den Küstenort Sa Calobra

Tag 8:

Einen Tag nach der Königsetappe stand dann wieder eine lockere Etappe auf dem Programm. Das Highlight dieses Tages stellte sicherlich die Radrennbahn in Sieneu dar. Hier ließen sich die Bergbeißer die Chance auf ein paar Runden nicht nehmen. Der Rückweg über die Carretera dels Presos gestaltete sich als zermürbende Geduldsprobe gegen den Wind. In bester Zeitfahrmanier meisterte das Team den Kampf gegen den Wind. Nach 110 km und 700 hm wurde es dann nur an der Strandbar noch einmal so richtig stürmisch – verdient war es!

Das Highlight des Tages: Die  Radrennbahn in Sineu

Das Highlight des Tages: Die Radrennbahn in Sineu

Tag 9:

Eine der landschaftlich schönsten Touren erlebten die Bergbeißer an Tag 9. Zusammen mit zahlreichen anderen international besetzten Radteams ging es erst nach Santa Maria del Cami und weiter nach Esporles. Angetrieben von der angepriesenen Riesenpizza „sprintete“ das Team durch Puigpunyent hinauf nach  Galilea (491 m). Und Tatsache, dort wurden unsere Kilometerfresser von einer Zwischenverpflegung der Extraklasse erwartet. Auf eine rasante Abfahrt nach Calvià folgte der letzte Anstieg des Tages hinauf zum Coll de Sa Creu, ehe das Team zurück in Richtung Palma rollte. Das Trainingstagebuch: 105 km und 1300 hm.

Pizza, Pizza, wunderbar!

Pizza, Pizza, wunderbar!

Tag 10:

Nachdem Christian und Thomas leider wieder abreisen mussten und Christoph krankheitsbedingt einen Ruhetag einlegte, machten sich Lina, Lukas und Sven am 10. Tag auf den Weg in den hohen Norden. Die einzige Hürde auf dem Weg nach Port de Polenca stellte erneut der Coll de Sa Bataia (579 m) dar. Mit nun reichlichen Trainingskilometern in den Beinen und bei deutlich weniger Verkehr stellte das Trio hier noch einmal persönliche Bestzeiten auf. Nach einem Abstecher zum Kloster Lluc standen knapp 20 km Abfahrt auf dem Programm. In Port de Polenca angekommen testeten die drei erst einmal die Wassertemperaturen und genossen am Strand die wohltuenden Sonnenstrahlen. Alcúdia, Sa Pobla und Santa Maria del Cami waren die Stationen auf dem Rückweg. Am Ende des Tages zeigte der Tacho 151 km und 1300 hm an.

Entspannung am Strand

Entspannung am Strand

Tag 11:

Sven kannte den Coll de Sollér (496 m) noch nicht, also musste die Südrampe aus Richtung Bunyola kurz vor dem Ende des Trainingslagers noch einmal bezwungen werden. Am Gipfel angekommen schwärmte Sven von den gleichmäßig ansteigenden Serpentinen auf dem Weg nach oben – der Ausflug hatte sich gelohnt. Ebenso gelohnt hatte sich der Besuch einer Konditorei in Valldemossa – ein Insider-Tipp. Hier probierten Lina, Lukas und Sven erstmals Ensaïmada, eine leckere mallorquinische Spezialität. Mit vollen Mägen und 101 km sowie 1600 hm erreichte das Trio das Teamhotel.

Auf dem Marktplatz von Bunyola: Lukas, Sven und Lina

Auf dem Marktplatz von Bunyola: Lukas, Sven und Lina

Tag 12:

Den letzten Tag nutzten nur noch Lukas und Sven auf dem Rad. Auf direktem Weg steuerten die beiden den Puig de Randa (542 m) an. Auf ebenso direktem Weg ging es auch wieder zurück. Kurz und schmerzlos: 54 km und 700 hm.

Ein letztes Ausrollen

Ein letztes Ausrollen

Am Ende des BB-Trainingslagers konnten alle sechs Bergbeißer auf einige tolle Tage auf und neben dem Rad zurückblicken! An 12 Tagen spulten Lina und die Jungs 1339 km und 17047 hm ab.

Die Heatmap des BB-Trainingslagers

Die Heatmap des BB-Trainingslagers

Gemeinsam rund um die Bigge

von |Juli 25th, 2017|

Gemeinsam rund um die Bigge

Es ist eine wohlgefeierte Tradition: Einmal im Jahr treffen sich die Bergbeißer zum Kick-Off! Ebenso hat es fast schon Tradition, dass dieses Kick-Off – der eigentliche Aufgalopp zur neuen Saison – vielmehr mitten im Sommer stattfindet. Ein Problem hat damit niemand. Vielmehr freuten sich die Bergbeißer auch in diesem Jahr wieder über bestes Sommerwetter. Grandiose Bedingungnen also, um sich auf einer gemeinsamen MTB-Tour auszupowern. Und so trafen sich am vergangenen Samstag rund 25 Bergbeißer am Yacht-Club Lister, um von dort aus auf dem MTB und vereinzelt auch auf dem Rennrad oder in Laufschuhen die schönen Seiten des Sauerlandes zu erkunden.

Aufstellen zum Gruppenfoto und dann schnell rauf aufs Rad

Aufstellen zum Gruppenfoto und dann schnell rauf aufs Rad

Für die Mountainbiker führte die Tour über den Biggedamm hinauf zum ersten Höhepunkt des Tages. Höhepunkt sollte in diesem Sinne auch wörtlich genommen werden. Tourguide Matrin schickte seine Schäfchen die knackige Rampe hinauf zur Aussichtsplattform “Biggeblick”. Nach Bewältigung des Anstieges, konnten die Bergbeißer auf der Plattform einen atemberaubenden Ausblick auf die Talsperre, die Gilberginsel, die Burgruine Waldenburg und die umliegenden Wälder genießen.

Die Aussicht vom Biggeblick zählte zu den Höhepunkten der Tour

Die Aussicht vom Biggeblick zählte zu den Höhepunkten der Tour

Das nächste Highlight der Tour sollte nicht lange auf sich warten. Die Burgruine Waldenburg lud zur nächsten Pause des Tages ein. Insbesondere unsere auswärtigen Bergbeißer zeigten sich von der Gegend begeistert und nutzten die Gelegenheit für ein schnelles Erinnerungsfoto.

Die Burgruine Waldenburg lud zu einem nächsten Zwischenstopp ein

Die Burgruine Waldenburg lud zu einem nächsten Zwischenstopp ein

Über Bürberg und Sondern führte die Tour weiter nach Uelhof und schließlich wieder zurück zum Yacht-Club Lister. Dort warteten bereits die Rennradler und Läufer. Bei dem einen oder anderen Kaltgetränk, Köstlichkeiten vom Grill sowie Kaffee und Kuchen ließen die Bergbeißer den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen.

 

Bergbeißer mit akutem Tour-Fieber

von |Juli 8th, 2017|

Bergbeißer mit akutem Tour-Fieber

Das Wochenende um den 1. und 2. Juli 2017 – im Terminplaner ebenso fix datiert wie Weihnachten oder Ostern. Wenn die Tour de France in Deutschland vorbeischaut und dann auch noch zum großen Auftakt in das Rheinland einlädt, dann ist das nicht nur für eingefleischte Radsportfans ein Pflichttermin. Und so stand es außer Frage, dass sich am vergangenen Wochenende auch einige Bergbeißer auf den Weg zum Grand Depart in Düsseldorf machten. Die deutschen Asse wie Martin, Kittel, Greipel oder Geschke quasi direkt vor der Haustür hautnah in Aktion erleben zu können – diese Chance ließen wir uns nicht nehmen. Nach Anreisen mit dem Auto, der Bahn oder wie man es standesgemäß erwartet, dem Rad, trafen wir uns zum Prolog am Rheinufer.

Christian, Sven, Lina, Lukas und Thomas (v.l.n.r.) fieberten dem Torstart in Düsseldorf gespannt entgegen

Christian, Sven, Lina, Lukas und Thomas (v.l.n.r.) fieberten dem Torstart in Düsseldorf gespannt entgegen

Schon lange bevor der erste Fahrer die Startrampe hinunterrollte, war dieses gewisse Kribbeln unter den Zuschauern zu spüren. Fasziniert verfolgten wir am Streckenrand die stimmungsvolle Werbekarawane, die beim Radsport-Neuling eher Erinnerungen an die karnevalistische Zeit aufkommen ließ. Pünktlich mit dem sportlichen Startschuss setzte schließlich der angekündigte Regen ein. Dass dieser der guten Stimmung in der gesamten Stadt aber einen Abbruch tat, war faszinierend und mitreißend zugleich. Zusammen mit dem bis dato unbekannten Nachbarn unter einen Schirm und dann gemeinsam die Jungs auf der Strecke anfeuern – das macht die Tour zu etwas besonderem. In kurzen Zeitabständen rasten die Profis an uns vorbei. In den Zwischenzeiten informierten wir uns über eine große Leinwand an der Strecke über die aktuellen Zwischenstände oder beobachteten belustigt eine Gruppe von fröhlichen Stimmungsmachern aus England.

Trotz des Regens schafften es zahlreiche Zuschauer an die Strecke

Trotz des Regens schafften es zahlreiche Zuschauer an die Strecke

Natürlich sehnten wir alle dem Start von Tony Martin entgegen, dem wir den Tagessieg mehr als gegönnt hätten. Am Ende hatte es leider nicht sollen sein und trotzdem zogen wir am Ende alle unseren Hut bzw. Helm vor den Leistungen der Jungs.

Konzentriert verfolgten die Bergbeißer das Renngeschehen

Konzentriert verfolgten die Bergbeißer das Renngeschehen

Begeistert von den vielen positiven Eindrücken des ersten Tour-Tages stand außer Frage, dass wir auch am Sonntag die Chance nutzen wollen, um die Tour ein zweites Mal hautnah miterleben zu können. Insbesondere Lina, Lukas und Thomas hatten sich vorgenommen, dieses große Radsport-Event so intensiv wie möglich wahrzunehmen. Kurzerhand traf sich das Trio am Sonntagmorgen in Düsseldorf, um von dort die originale Route mit dem Rad in Angriff zu nehmen. Als Ziel hatten sich die Drei Aachen gesetzt. Auf der abgesperrten Strecke führte der Weg schnell nach Mönchengladbach, wo neben der Sprintwertung auch Sven mit Streuselkuchen wartete. Schnell ein Foto gemacht und weiter ging die Reise.

In Mönchengladbach konnte sich Lukas auf seinen Sprintzug um Lina und Thomas verlassen und die Punkte ungefährdet einsammeln

In Mönchengladbach konnte sich Lukas auf seinen Sprintzug um Lina und Thomas verlassen und die Punkte ungefährdet einsammeln

Über Wickrath, Jackerath, Jülich und Aldenhoven führte der Weg letztendlich in die Kaiserstadt. Dort angekommen berichtete das Trio von einer unglaublichen Stimmung an der Strecke. Obwohl die Werbekarawane und das Peleton zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht in Sicht waren, drängten sich zahlreiche Zuschauer an die Strecke und feuerten jeden einzelnen Hobbyfahrer an – so auch unsere drei Bergbeißer. Auf dem Aachener Markt angekommen, nahm das Interesse für den Sonntagsausflug der besonderen Art nicht ab. Kurzerhand wurden die Drei im Rahmen eines Fernseh-Interviews nach den Erlebnissen von unterwegs gefragt.

Gewohnt professionell: Lukas im Interview mit den Aachener Nachrichten

Gewohnt professionell: Lukas im Interview mit den Aachener Nachrichten

Auch in Aachen zeigte der Wettergott kein Erbarmen mit den Radprofis. Kurz nach der Durchfahrt der Werbekarawane und vor dem Auftritt des Peletons setzte ein hartnäckiger Regenschauer ein. Doch wie schon am Tag zuvor in Düsseldorf ließen sich auch die Zuschauer in Aachen den Spaß nicht verderben. Dicht an dicht drängten die zahlreichen Besucher an die Streckenbegrenzung, um einen möglichst guten Blick zu erhaschen.

Bilder, die in Aachen an Rosenmontag erinnern

Bilder, die in Aachen an Rosenmontag erinnern

Wiederum anders als am Vortrag, als noch ein Zeitfahren auf dem Programm stand, dauerte es am Sonntag nur wenige Sekunden, bis alle Fahrer an einem vorbeisausten. Und trotzdem, der Ausflug nach Aachen sowie die Streckenerkundung im Vorfeld hatten sich allemal gelohnt. Die Erinnerungen an ein unvergessenes Wochenende werden noch lange bleiben und sicher bei so mancher Trainingsfahrt zum Gesprächsthema.

Dieses Wochenende wird den Bergbeißern in bester Erinnerung bleiben

Dieses Wochenende wird den Bergbeißern in bester Erinnerung bleiben

 

Die versuchte Überquerung des Furkajochpasses

von |Mai 8th, 2017|

Die versuchte Überquerung des Furkajochpasses

Traumhaft schön ist die neue Wahlheimat – im schönen Vorarlberg – von Bergbeißer Christian​. Davon musste sich Teamkollege Lukas​ erstmal ein Bild machen!

Bei frühlingshaftem, fast sommerlichem Wetter haben die zwei sich von Satteins auf den Weg hoch in die Alpen gemacht.

Bester Laune machen sich Lukas und Christian auf den Weg zum Gipfel

Kaum die Hauseinfahrt verlassen ging es direkt in den Rund 10 km langen Anstieg hoch zum Thüringerberg. Motiviert von einem Alpenpanorama nach dem anderen ging es nach einer kurzen Abfahrt in den nächsten Anstieg. Zunächst bis zur Schneegrenze und schließlich hoch bis zum Fontanella-Faschinajoch (1486 m) wo bis vor ein paar Tagen noch reger Skibetrieb herrschte. Von sommerlichen Temperaturen war hier allerdings nicht mehr viel übrig. Mit über 70 km/h und eingefrorenen Fingern und Füßen ging es ein Stück runter bis zum Skiörtchen Damüls und wieder hinauf zum Furkajochpass (1761 m) nach dessen Überquerung eine 20 km lange Abfahrt als Belohnung auf die beiden warten sollte.

Kurz/Kurz ins Skigebiet

Kurz/Kurz ins Skigebiet

Wäre da bloß nicht dieser Winter gewesen…

Mit steigender Höhe wurde es immer kälter und es zogen schon verdächtig dunkle Wolken über die Alpenspitzen heran. Den Lenker fest umklammert und den Pass schon zum greifen Nahe im Blick wurde unsere Tour abrupt unterbrochen – durch eine Passsperre!

Kein Weiterkommen: Lukas und Christian werden durch eine Passsperre ausgebremst

Kein Weiterkommen: Lukas und Christian werden durch eine Passsperre ausgebremst

Das kann doch nicht wahr sein, etwa 1.500 m vor dem Pass sollte unsere Tour enden? Entschlossen trugen wir unsere Räder an der Schranke vorbei über die Schneeüberzogene Straße. Ein kleiner schneefreier Streifen am Rand war unsere Hoffnung, doch diese wehrte nur bis zur nächsten Kurve. Die gesamte Straße hoch bis zum Pass war mit etwa 1 m Schnee bedeckt.

Tragen statt Fahren: Lukas auf dem Rückzug

Tragen statt Fahren: Lukas auf dem Rückzug

Keine Chance… wir müssen umkehren!

Mit nassen Füßen, eiskalten Händen und Schnee in den Bremsen machten wir uns auf den Rückweg. Der einsetzende Schneefall machte es uns nicht leichter durch die fast ausgestorbenen Skidörfer wieder zurückzufahren. Von einem Polizisten erfuhren wir dann, dass selbst bei einer erfolgreichen Passüberquerung weitere 15 km schneebedeckte Straße auf uns gewartet hätten.

Eine herrliche Aussicht auf die schneebedeckten Alpenpässe

Eine herrliche Aussicht auf die schneebedeckten Alpenpässe

Das Tal erreicht wurde der Schnee durch Regen ersetzt, aber immerhin sind wir nicht erforen. Zuhause angekommen haben wir uns bei Pizza und Bier wieder erholte und schon Pläne geschmiedet:

Diesmal hat uns das Furkajoch vllt. in die Knie gezwungen; aber wir kommen wieder, versprochen!

Lukas und Christian

Relive unserer Tour:

https://www.relive.cc/view/969357308?r=wa

Auf den Spuren von Eddy Merckx

von |September 30th, 2016|

Auf den Spuren von Eddy Merckx

Nach Touren über 203 km in 2014, 194 km in 2015 stand 2016 auch wieder ein Radausflug in die Ardennen auf dem Programm. Los ging es gut gestärkt mit Käsespätzle und Hähnchen morgens um 08.00 Uhr. Nach dem Start in Aachen ging es weiter über Eupen, Limbourg und Spa, wo auch gleich der erste Anstieg zum höchsten Punkt der Tour 550 HM wartete. Wie auch 2015 meinte es der Wettergott gut und bescherte strahlend blauen Himmel, wobei es in manchen Senken vormittags noch empfindlich kalt war. Anschließend ging es entlang der Rennstrecke in Spa Franchorchamps in die Tiefen der Ardennen. Es folgte anschließend die erste Härteprüfung am Cote du Wanne über 2 km bei 8% Steigung. Nach steiler Abfahrt über holprige und löchrige belgische “Straßen” stand das Highlight der Tour an, die Rampe hoch zur Statue von Eddy Merckx, Cote de Stockeu (900 m lang bei 13 %, in der Spitze 20 %).

Christian zusammen mit "Eddy Merckx" am Cote de Stockeu

Christian zusammen mit “Eddy Merckx” am Cote de Stockeu

Nach kurzer Stärkung mit belgischen Backwaren rollte es weiter über den Haute Levee  (205 HM), Cote de Rosier (240 HM) und den Cote de la Vecquee (189 HM). Nach zwischenzeitlich 120 km und über 2000 HM waren die Energiespeicher hoffnungslos geleert und es wurde Zeit den Rückweg in Richtung Kaiserstadt anzutreten. Dieser verlief viel zu wellig über Theux, Pepinster und Charneux zum Schloss Val-Dieu, wo die letzte, absolut notwendige Stärkung in Form von Reiskuchen und Kaffee zu sich genommen wurde. Damit wurden die letzten 20 km in die Heimat zum Kinderspiel, auch wenn sich überraschend auf den letzten km noch der Dreiländerpunkt in den Weg stellte. In Laurensberg angekommen zeigte der Tacho 194 km und 3088 HM an. Eine wahre Bergbeißer Aktivität, die mich 9:38 h, davon 8:23 h in Bewegung gekostet hat.

Kick Off wird zum Sommerfest

von |Juli 14th, 2016|

Kick Off wird zum Sommerfest

Getreu dem Motto „besser spät als nie“ veranstaltete das Team Bergbeißer am vergangenen Samstag sein traditionelles Kick-Off-Meeting. Aufgrund von Terminüberschneidungen entschied sich die Teamleitung um Holger und Sven in diesem Jahr dazu, aus einer Saisoneröffnung der vergangenen Jahre nunmehr ein Sommerfest zu machen. Zu diesem kamen am Wochenende rund 30 Bergbeißer im Yacht-Club Lister an der Biggetalsperre zusammen. Nach einer kurzen Ansprache durch Holger schwärmten die Mountainbiker, gegliedert in zwei Gruppen, in die umliegenden Wälder aus. Während eine Gruppe bei bestem Radfahrwetter eine Runde um die Biggetalsperre drehte, führte die Tour der zweiten Gruppe über Weuste, Niederworbscheid, Hunswinkel und Uelhof bis nach Eichhagen und nach gut 30 Kilometern schließlich wieder zurück zum Yacht-Club. Hierbei gilt insbesondere Helmut und Udo ein großes Lob für die hervorragend ausgearbeitete Strecke. Bei gemütlichem Tempo nutzten insbesondere die neuen und auswärtigen Teilnehmer die Chance zum Plausch mit den Teammigliedern aus dem Sauerland. Thema war dabei auch das neue Outfit, in welchem die Bergbeißer unter anderem auch beim P-Weg-Marathonwochenende an den Start gehen werden. Nach den Strapazen auf dem Rad warteten am Yachtclub Köstlichkeiten vom Grill, Kaltgetränke sowie später auch Kaffee und Kuchen auf die Sportler. Bei einer herrlichen Aussicht über die Talsperre ließen die Anwesenden ein rundum gelungenes Teamtreffen gemütlich ausklingen.

Kick Off Team Bergbeißer

Kick Off Team Bergbeißer

BB-Oldies on Tour

von |August 20th, 2015|

BB-Oldies on Tour

…es ist schon ein paar Tage her, als sich die “BB-Oldies” Hans-Jörg, Günther, Ortwin und ich zusammen mit unserem Saunakollegen Manfred auf unsere alljährliche Tour begaben. Bei einem mittlerweile Durchschnittsalter von 65,4 Jahren hatten sich die einstigen Gründer der Bergbeißer ein besonders “schwieriges” Gelände zum Mountainbiken ausgesucht – Bad Zwischenahn! Bei den täglichen Touren zwischen 50 – 60 Kilometern mussten Höhenmeter überwunden werden, die mit jeder zweiten Auf-/Ausfahrt einer sauerländischen Garage zu vergleichen sind, aber keinesfalls mehr. So ist es kein Wunder, das wir Fünf uns mittlerweile nicht mehr über die Anschaffung eines neuen Fully’s oder Hardtail unterhalten haben, sondern eher eines Tourenrades bzw. – genau – eines E-Bikes. So war es auch kein Wunder, dass bereits ein Bergbeißer, zum Leitwesen der anderen Vier, bereits ein E-Bike im Gepäck hatte. Aber immerhin war dieses Rad ein Mountainbike. Zur Ehrenrettung von Ortwin sei gesagt, dass er diesen Vorteil nicht “zur Schau gestellt hat”, er war Abends nur nicht ganz so müde wie wir. 

Eine zünftige Pause gehört zu jeder guten Tour

Eine zünftige Pause gehört zu jeder guten Tour

Da wir bei unserer Ankunft am Samstag leider erst recht spät unsere Zimmer beziehen konnten, haben wir uns dazu entschieden, zum Einstieg nur den See zu umrunden. Die gewaltige Strecke von ca. 15 km haben wir dann auch dank einiger Zwischenstopps – die Gastronomie will ja auch überleben – ohne Probleme geschafft.

Obwohl wir uns wahrscheinlich die wettermäßig schlechteste Woche dieses Sommers ausgesucht hatten, wurde in den folgenden 3 Tagen die vorgenannte Kilometerleistung jeweils erbracht. Während unsere jüngeren und sportlichen ambitionierten Teamkollegen – also ihr – den Bergen trotzen, haben wir an diesen Tagen Wind und Nieselregen die Stirn geboten. Die Faszination der über dreihundert Baumschulen mit Ihren exotischen Bäumen und der gemütlichen Gastronomie dieser Gegend haben das schlechte Wetter zum Teil vergessen lassen. Vor allem, die für Bad Zwischenahn bekannten Aalgerichte hatten es uns angetan. Ich denke im nächsten Jahr werden wir uns ein ähnlich “schwieriges Gelände” aussuchen, damit dann möglicherweise mind. ein weiteres E-Bike zum Einsatz kommt.

Mit sportlichem Gruß für alle Bergbeißer

Holger

Bergbeißer eröffnen die Saison

von |Mai 3rd, 2015|

Bergbeißer eröffnen die Saison

Team Bergbeißer startet in die neue Saison

Team Bergbeißer startet in die neue Saison

Kein neues Sportjahr ohne ein Kick Off der Bergbeißer. Traditionell trafen sich am Samstag rund 30 hochmotivierte Teammitglieder auf der Tennisanlage am Edenborn, um von dort gemeinsam in die Saison zu starten. Unmittelbar nach der erfolgreichen P-Weg Anmeldung brennen die Bergbeißer nun darauf, sich entsprechend auf das Marathonwochenende im September vorzubereiten. Eine erste kleine Trainingseinheit absolvierten die Mountainbiker dann am Samstag nach der Begrüßung durch Teamchef Holger Klingschat. Auf einer etwa 30 Kilometer langen Runde durch das Oestertal, über Windhausen und Lichtringhausen bis eben zurück zum Startpunkt am Edenborn wurde über diesjährige Saisonziele, neues Equipment oder die abgeschlossene Wintervorbereitung philosophiert. Bei der Wahl der Route bewiesen die Mountainbiker ein gutes Timing, denn pünktlich zum einsetzenden Regen war die Gruppe zurück am Vereinsheim des TV Plettenberg. Dort wurden die Energiespeicher in Form von Bratwürstchen, Steaks und Salaten sowie dem einen oder anderen Kaltgetränk wieder aufgefüllt. In gemütlicher Runde ließen die Bergbeißer den Tag ausklingen und entspannten sich dabei von der ersten gemeinsamen Trainingsrunde 2015.

3, 2, 1 ... Go!!!

3, 2, 1 … Go!!!

Zusammen mit Bike-MK durch das Ruhrgebiet

von |Juni 30th, 2014|

Zusammen mit Bike-MK durch das Ruhrgebiet

 

Im Frühling entschlossen sich die drei Bergbeißer Lucky, Hubsi und ich (Snowder), den Ruhrpott Cross in Angriff zu nehmen, von dem sie schon viel schönes und anstrengendes gehört hatten. Es sollte 150 Kilometer mit über 3000 Höhenmetern über Trails und knackige Anstiege durch das südliche Ruhrgebiet gehen, verteilt auf zwei Tage.

Ein Wochenende war schnell gefunden und wie es der Zufall wollte, entdeckte ich, dass die Kollegen von Bike-MK  an dem gleichen Wochenende die gleiche Tour planten. Kurzerhand schlossen wir uns den Rasern aus Herscheid und Umgebung an. Dietrich Herfel, der Sieger des „Bergzeitfahrens auf Korfu“, hatte sich bereits vor uns dort angemeldet, so dass die Tour mit vier Bergbeißern starten sollte.

K1600_P1020885

Hubert “Hubsi” Hohmann, Dietrich “Didi” Herfel, Martin “Snowder” Schneider und Helmut “Lucky” Luke tourten mit Freunden von Bike-MK durch den Pott

Am 21.Juni 2014 ging es in den frühen Morgenstunden los. Zunächst wurden Material und Mitfahrer nach Duisburg zum Hauptbahnhof gebracht. Die Fahrer brachten anschließend die Autos zum Ziel zum Hauptbahnhof nach Dortmund und kamen mit dem Zug wieder zurück zum Startort. Um 10 Uhr konnte sich der Tross bestehend aus 14 Fahrern dann endlich in Bewegung setzen.

Zügig ging es aus der Stadt heraus. Ein bis zwei Tourguides vorne weg, einer für alle Fälle immer hinten dran. Mit Funkgeräten und GPS ausgestattet führten uns die Guides an beiden Tagen sicher zum Ziel.

K1600_Ruhrpott2014174

Der Ritt über teils sehr technische Trails bereitete den Bikern großen Spaß

In den ersten Wäldern angekommen bestätigten sich unsere Befürchtungen. Unwetter Xynthia hatte ganze Landschaften verwüstet. Teils mussten wir umgestürzte Bäume weiträumig umfahren,  manchmal sogar umkehren und Alternativrouten wählen. Wenn die Bäume lagen und keine Gefahr bestand, haben wir diese auch über- und durchklettert. Unserem Spaß hat dies keinen Abbruch getan, unsere Durchschnittgeschwindigkeit  näherte sich allerdings der Geschwindigkeit eines Wanderers.  Trotzdem gab es noch zahlreiche Trails, die uns das Grinsen immer wieder ins Gesicht zauberten. Die Ruhr ständig in der  Nähe, kamen wir schließlich in Essen an, wo eine Mittagspause gemacht wurde. Entlang des Baldeneysee ging es weiter, bevor wir uns wieder in die Wälder zurückzogen. Die Berge sind zwar nicht so hoch wie im Sauerland, dafür sind es viele und dann teils sehr steil. Das Höhenprofil hat nicht nur 3-4 Zacken sondern sieht eher aus wie ein Kamm. In Hattingen angekommen ging es zunächst durch die Altstadt bevor wir uns zum Hotel nach Süd-Bochum auf den Weg machten, wo wir teilweise auch noch die Bikes schieben und tragen mussten. Nach 83 Kilometern, 1500Höhenmetern und 9 Stunden (Brutto-) Fahrzeit waren wir dann doch froh, absteigen zu können.

K1600_Ruhrpott2014176

Zwischendurch galt es sehr steile Anstiege zu bezwingen

Am Hotel angekommen wurden wir sehr liebevoll empfangen. Ein familiär geführtes kleines Hotel (Zum Neuling), welches man jederzeit weiterempfehlen kann. Der Chef machte extra für mich das Hallenbad auf, in dem ich noch ein paar Bahnen ziehen konnte (8×4 Meter).  Beim Abendessen hatten wir einen Raum nur für uns. Es war extra ein Fernseher für das Länderspiel Deutschland gegen Ghana aufgestellt worden, was wir dann bei leckerem Essen und Trinken verfolgen konnten. Noch während der zweiten Halbzeit gingen die ersten bereits ins Bett. Auch ich bin 20 Minuten nach dem Abpfiff zum Matratzenhorchdienst gegangen und das war auch gut so. Am nächsten Tag sollte es nach dem Frühstück um 9 Uhr weitergehen. Zum Abschied spielte der Hotelinhaber auf seiner Trompete im Innenhof des Hotels „Ja, wir san mim Radl do…“, während der Rest der Familie sich verabschiedete und wir in den zweiten Tag starten konnten. So etwas erlebt man nicht alle Tage.

K1600_P1020877

Die eine oder andere Pause hatten sich die Biker verdient

Zurück zur Ruhr und weiter bis zum Kemnader See ging es noch recht zügig. Dann wieder hinein in die Wälder und Berge und der Spaß kam zurück. Nach einer Mittagspause mit leichter Kost und reichlich Getränken (zumindest für mich), kamen wir dann nach 50 Kilometern zum Höhepunkt der Tour. Es begannen Passagen mit unzähligen Trails mit liebevoll erbauten Strecken mit kleinen Sprungschanzen und Anliegern, flowige Teilstücke, die ich aus dem Sauerland so nicht kannte. Das Glück erstreckte sich über einige Kilometer, bevor wir in die Vororte von Dortmund kamen. Entlang des Stadions der kleinen Borussia ging es dann  zum Parkplatz am Hauptbahnhof und nach etwa 7,5 Stunden (immer noch brutto), 63 Kilometern und weiteren 1500 Höhenmetern hatten wir das Ziel erreicht.

K1600_Ruhrpott2014082

Die Tour sorgte bei allen Teilnehmern für sichtlich großen Spaß

Glücklich und teilweise erschöpft ging es dann in den PKWs wieder zurück nach Plettenberg und Umgebung. Ganz großer Dank an die Kollegen von Bike-MK für die hervorragende Organisation, die unter diesen Umständen sicherlich einiges an Aufwand bedeutet hat. Und jetzt wird wieder fleißig trainiert, denn die 24h von Idstein und der P-Weg stehen bereits vor der Tür.

Viel Spaß beim Training und schöne Grüße aus Windhausen,

Snowder

Bilder: Martin Schneider / Bike-MK