Die versuchte Überquerung des Furkajochpasses

Traumhaft schön ist die neue Wahlheimat – im schönen Vorarlberg – von Bergbeißer Christian​. Davon musste sich Teamkollege Lukas​ erstmal ein Bild machen!

Bei frühlingshaftem, fast sommerlichem Wetter haben die zwei sich von Satteins auf den Weg hoch in die Alpen gemacht.

Bester Laune machen sich Lukas und Christian auf den Weg zum Gipfel

Kaum die Hauseinfahrt verlassen ging es direkt in den Rund 10 km langen Anstieg hoch zum Thüringerberg. Motiviert von einem Alpenpanorama nach dem anderen ging es nach einer kurzen Abfahrt in den nächsten Anstieg. Zunächst bis zur Schneegrenze und schließlich hoch bis zum Fontanella-Faschinajoch (1486 m) wo bis vor ein paar Tagen noch reger Skibetrieb herrschte. Von sommerlichen Temperaturen war hier allerdings nicht mehr viel übrig. Mit über 70 km/h und eingefrorenen Fingern und Füßen ging es ein Stück runter bis zum Skiörtchen Damüls und wieder hinauf zum Furkajochpass (1761 m) nach dessen Überquerung eine 20 km lange Abfahrt als Belohnung auf die beiden warten sollte.

Kurz/Kurz ins Skigebiet

Kurz/Kurz ins Skigebiet

Wäre da bloß nicht dieser Winter gewesen…

Mit steigender Höhe wurde es immer kälter und es zogen schon verdächtig dunkle Wolken über die Alpenspitzen heran. Den Lenker fest umklammert und den Pass schon zum greifen Nahe im Blick wurde unsere Tour abrupt unterbrochen – durch eine Passsperre!

Kein Weiterkommen: Lukas und Christian werden durch eine Passsperre ausgebremst

Kein Weiterkommen: Lukas und Christian werden durch eine Passsperre ausgebremst

Das kann doch nicht wahr sein, etwa 1.500 m vor dem Pass sollte unsere Tour enden? Entschlossen trugen wir unsere Räder an der Schranke vorbei über die Schneeüberzogene Straße. Ein kleiner schneefreier Streifen am Rand war unsere Hoffnung, doch diese wehrte nur bis zur nächsten Kurve. Die gesamte Straße hoch bis zum Pass war mit etwa 1 m Schnee bedeckt.

Tragen statt Fahren: Lukas auf dem Rückzug

Tragen statt Fahren: Lukas auf dem Rückzug

Keine Chance… wir müssen umkehren!

Mit nassen Füßen, eiskalten Händen und Schnee in den Bremsen machten wir uns auf den Rückweg. Der einsetzende Schneefall machte es uns nicht leichter durch die fast ausgestorbenen Skidörfer wieder zurückzufahren. Von einem Polizisten erfuhren wir dann, dass selbst bei einer erfolgreichen Passüberquerung weitere 15 km schneebedeckte Straße auf uns gewartet hätten.

Eine herrliche Aussicht auf die schneebedeckten Alpenpässe

Eine herrliche Aussicht auf die schneebedeckten Alpenpässe

Das Tal erreicht wurde der Schnee durch Regen ersetzt, aber immerhin sind wir nicht erforen. Zuhause angekommen haben wir uns bei Pizza und Bier wieder erholte und schon Pläne geschmiedet:

Diesmal hat uns das Furkajoch vllt. in die Knie gezwungen; aber wir kommen wieder, versprochen!

Lukas und Christian

Relive unserer Tour:

https://www.relive.cc/view/969357308?r=wa