Ein Lauf für den Arbeitgeber und den guten Zweck

Die Santander Consumer Bank in Mönchengladbach hat es mit den Sportevents nicht leicht gehabt. Letztes Jahr musste der erste Santander Marathon aufgrund von Unwetterwarnungen abgesagt werden. Was soll ich sagen – Glück für mich. Denn so konnte ich bei dem ersten Santander Marathon am Pfingstsamstag live dabei sein. Und nicht nur ich. Als ich von meiner Laufgruppe und meinen Kollegen erfahren habe, dass der Santander Marathon dieses Jahr einen zweiten Versuch wagt, war ich sofort voller Elan. Die Tatsache, dass Santander 10 Euro pro Läufer für einen guten Zweck spendet, hat meine Entscheidung bestärkt. Und so habe ich natürlich direkt Sven und Torben von dem Lauf erzählt und sie gebeten, mich bei dem Lauf zu unterstützen. Ich muss allerdings sagen, dass dabei mehr Überzeugungskraft vonnöten war, als gedacht. “Ich glaube, ich laufe dann aber nur die 10km Runde”, so Sven. Ich schätze, sein männliches Ehrgefühl hat im Ende gesiegt. So haben sich Torben, Sven und ich für die Halbmarathon Distanz angemeldet. Das ist nichts Neues – immerhin sollte es mein vierter Halbmarathon werden. Etwas ungewohnt war allerdings die Startzeit: 16:30 Uhr. Das stellte uns natürlich erstmal vor logistische Schwierigkeiten – wie zum Beispiel vor die Frage, was essen wir und wann essen wir? Im Endeffekt hat dann der Glaube an Kohlenhydrate gesiegt und so haben wir uns um 14 Uhr eine große Portion Pasta gegönnt. Direkt danach stieg meine Nervosität. “Wie soll ich das nur schaffen. Ich bin doch kein bisschen auf einen Halbmarathon vorbereitet”, kreisten meine Gedanken. Und sie trügten mich nicht. Denn der Lauf war hart und die Argumente von Sven und Torben, dass das Streckenprofil hier in Mönchengladbach ja im Vergleich zu dem P-Weg keinerlei Höhenmeter hätte und es dementsprechend nicht so anstrengend werden könnte trafen für mich keineswegs zu.

Berit, Torben und Sven warten gespannt auf den Startschuss

Berit, Torben und Sven warten gespannt auf den Startschuss

Aber beginnen wir von vorne. Kurz vor dem Start zogen dicke Gewitterwolken auf, es grummelte und Unheil drohte. Aber das war schnell vorbei und kurz vor Start kam die Sonne wieder raus. Es war heiß und schwül. Aber die Stimmung an der Strecke war gut und motivierte. Quickspots und Hotspots entlang der Strecke, an denen Musik von unterschiedlichen Epochen gespielt wurde, kurbelten meinen Ehrgeiz an. Ebenso wie ein paar meiner Santander Kollegen und Kolleginnen, die mich vom Seitenrand angefeuert haben. Aber nach der ersten Runde durch die Mönchengladbacher Innenstadt war ich kurz davor, aufzugeben. Die Beine waren schwer, die Knie schmerzten und der Ehrgeiz schwand immer mehr. Nur der Gedanke daran, wie mich die beiden Jungs aufziehen würden, würde ich jetzt aufhören hielt mich davon ab, nach den ersten 10 km auf zu hören. Und so rannte ich schnell durch das Ziel und trat die zweite Runde an, bevor ich es mir anders überlegen konnte. Passend dazu kühlten sich die Temperaturen etwas ab und es war viel angenehmer zu laufen. Gegen km 15 sagte ich mir, meinen Kopf auszuschalten und meinen Beinen im wahrsten Sinne des Wortes freien Lauf zu lassen. Und so schaffte ich es irgendwie ins Ziel. 2:30 Stunden – nicht meine Glanzleistung, aber ich habe es ins Ziel geschafft und um ehrlich zu sein, ist es genau das, was für mich zählt. Und wer weiß, vielleicht war der erste Halbmarathon in diesem Jahr ja ein gutes Training für den bevorstehenden P-Weg.