Familientreffen beim Würzburger Residenzlauf

“Bei strahlendem Sonnenschein in perfekter Form und Fitness schön zum Sommeranfang rund um die Residenz laufen – Was kann man sich mehr wünschen?!” Das haben Torben und ich uns zumindest gedacht kurz bevor wir uns zu dem 10 km langen Residenzlauf in Würzburg angemeldet haben. Tja, wie so oft ging der Plan nicht so ganz auf. Woran das lag? Nun ja, fangen wir damit an, dass mein Bruder zwei Wochen vorher eine „schwere Grillverletzung“ erlitten hat und sein Finger im Uniklinikum in Marburg mit diversen Stichen genäht werden musste. “Erst einmal kein Sport für Sie!” – so lautete das Urteil des behandelnden Arztes. Doch er würde nicht zur Familie Hamme gehören, wenn er nicht trotzdem den 10 km Lauf mitlaufen würde. Und so trafen wir uns Samstagabend in Würzburg. Natürlich mussten wir unser Wiedersehen erst einmal mit einem leckeren Essen feiern. Pasta natürlich – immerhin wollten wir den Schein der Vorbereitung wahren. Doch auch das ein oder andere Bier und der köstliche Frankenwein durften natürlich nicht fehlen. Zufällig trifft man dann in Würzburg auch noch Freunde, die man schon lange nicht mehr gesehen hat. Und ehe wir uns versahen, waren wir erst um 3 Uhr nachts im Bett.

Familientreffen in Würzburg

Familientreffen in Würzburg: Berit und Torben freuten sich beim Residenzlauf über ein Wiedersehen

So viel zu der perfekten Vorbereitung also. Hinzu kam, dass es den ganzen Sonntagvormittag verregnet war. Zum Glück sollte der Lauf erst um 14 Uhr begingen. Mit etwas getrübter Stimmung machten wir uns also auf den Weg zur Residenz um unsere Starterpakete abzuholen. Und dann war es um uns geschehen. Mit Blick auf das Weltkulturerbe und den tausenden Menschen davor konnten wir den Lauf kaum noch erwarten. Auch die Sonne kam endlich zum Vorschein und bescherte uns beiden den ersten Sonnenbrand des Jahres. Über den ganzen Sonntag fanden diverse Läufe statt. Angefangen mit einem 600 m-Lauf der verschiedenen Kindergärten, einem 1 km-Bambinilauf, über einen 5 km-Fit-for-Fun-Lauf oder einem 5 km-Firmenlauf bis hin zu dem 10 km-Hauptrennen und dem Lauf der Asse bot der 27. Würzburger Residenzlauf am 26.April einiges für Läufer und Zuschauer. Und das merkte man auch an der Teilnehmerzahl: Mit 7.364 Teilnehmern erreichte die 27. Auflage des Laufes den Teilnehmerrekord. Während die besten Läufer beim Lauf der Asse eine Zeit vorliefen, die wir uns noch nicht einmal träumen konnten – bei den Männern lief Japhet Korir die 10km in 27:47 Minuten, seine Ehefrau schaffte mit 32:36 Minuten die beste Zeit der Frauen – so versuchten Torben und ich unsere eigenen Ziele zu erreichen. Mein Ziel war es, unter einer Stunde zu laufen. Das Ziel meines Bruders: Sich nicht von mir überholen zu lassen – zumindest gehe ich davon aus, dass das sein einzige Ziel war. Torben hat sein Ziel trotz verwundetem Finger erreicht, ich leider nicht. Mit einer Zeit von 1:04:11 besteht bei mir eindeutig noch Verbesserungspotential. Aber bis zum P-Weg im September ist ja noch etwas Zeit für Training und Konditionsaufbau. In diesem Sinne wünschen wir allen viel Spaß bei den diversen Läufen und vor allem beim Training im Sommer.

Torben und Berit beim Würzburger Residenzlauf

Auf dem Vorplatz der Residenz gab es das wohlverdiente alkoholfreie Weizenbier