Nach dem Schwimmen lief der Motor rund

Nach dem Reinschnuppern in das Triathlon-Prozedere beim 9. Indeland Triathlon in Aldenhofen, sollten die Anfängerfehler hier beim Carglass-Triathlon in Köln beseitigt und die Leistung entsprechend gesteigert werden.

Nach viel zu frühem Aufstehen bin ich kurz vor 8 Uhr am Fühlinger See angekommen. Die Registration erfolgte problemlos, so dass mir bis zum Start massig Zeit blieb. Auf Grund des, durch die Sommertemperaturen aufgeheizten Sees, wurde bereits in den ersten Minuten von einem Neo-Verbot geredet. Dementsprechend habe ich meinen Neo direkt im Auto gelassen. Als die Wassertemperatur 45min vor dem Start mit 21.3°C gemessen wurde, wurde der Neo doch noch erlaubt. Ich gehörte dann allerdings zu den 85%, die auf ihn verzichtet haben und sollte es spätestens in der Wechselzone auch nicht bereuen.

Bestens gelaunt und auf dem Rad in seinem Element - Frank Zibner

Bestens gelaunt und auf dem Rad in seinem Element – Frank Zibner

Das Schwimmen in der WM Regattabahn des Fühlinger Sees startete Punkt 10 Uhr mit 715 Triathleten (zwei Gruppen – ca. 400 in der ersten Gruppe). Die Regattabahn war durch die in 2.5m tiefen Entfernungsmarkierungen das ideale Freigewässer für den Wettkampf. Durch fehlende Schwimmtechnik und schlechte Atemtechnik konnte ich mich hierbei allerdings nur im letzten Zehntel des Feldes platzieren, was mir erneut gezeigt hat, dass hier enormes Verbesserungspotential besteht. Mit einer Schwimmtechnik zwischen „nicht-untergehendem Hund“ und „Senioren-Brustschwimmen“ konnte ich die 700m in 20min absolvieren und bin völlig erschöpft in die Wechselzone gelaufen. Der Switch auf das Bike erfolgte schnell und reibungslos, so dass ich voller Motivation im Schlussfeld auf die A1 zusteuerte. Dort konnte ich mehr als 100 Plätze innerhalb der 27km gutmachen. Laut Garmin Fenix 3 mit einer average moving speed von 30.7km/h (es hat auch was Positives so „schlecht“ im Schwimmen zu sein – Überholen auf dem Rad macht Laune). Die A1 musste einseitig in 2 Runden befahren werden. Windschattenfahren war nicht gestattet und wurde hart geahndet.

Auf dem Rad entlang der Wechselzone

Auf dem Rad entlang der Wechselzone

Während des Rennradfahrens konnte ich zu neuer Energie gelangen und mein Puls nach dem Schwimmen wieder normalisieren. Knapp 1h später war ich dann wieder in der Wechselzone und nach einem schnellen Wechsel auf die Laufschuhe und einem kurzen Besuch im Dixi-Klo ging es auf die 7.7km lange Laufstrecke um den Fühlinger See herum. Hier wurde eine hervorragende Laufstrecke mit tollem Ausblick und angenehmen Untergrund ausgesucht. Die Beine haben bereits erste Anzeichen von Erschöpfung kommuniziert, wurden aber zu einem konstanten pace von 5.39 gezwungen und haben mich bis zur Zielgerade mit dem Kurzsprint nicht enttäuscht. Beim Laufen konnte ich weitere 60-80 Plätze herausholen, so dass die Gesamtleistung akzeptabel war. Ich konnte mich mit einer Gesamtzeit von 2h und 6min im Mittelfeld platzieren – Rang von 471 von 715 Finishern.

Nach 2h 6min erreicht Frank erschöpft, aber glücklich das Ziel

Nach 2h 6min erreicht Frank erschöpft, aber glücklich das Ziel

Das gesamte Event war hervorragend organisiert und hat sehr viel Spaß gemacht. Die after-race Versorgung mit Erdinger Alkoholfrei und diversen Snacks war ebenso genial wie notwendig. Für mich wird es ganz sicher nicht der letzte Triathlon gewesen sein und der weitere Fokus liegt auf der Ausschöpfung meines Schwimmpotentials.