Starke Teamleistung in der Eifel

Rad am Ring – ein Event, das für die Bergbeißer seit nunmehr neun Jahren zu einem festen Bestandteil der Rennsaison gehört. Entsprechend groß sind die Erfahrungen, die ein jedes Teammitglied – Fahrer und Betreuer zugleich – in der tiefsten Eifel auf und neben der Strecke bereits gesammelt hat. Die Herausforderung „24h Rennen“ wurde von Jahr zu Jahr professioneller gehandhabt. Und so konnte es den Bergbeißern nichts anhaben, dass die Kaderzusammensetzung in diesem Jahr grundlegend verändert wurde. Aus allen erdenkbaren Himmelsrichtungen trafen die Bergbeißer am Freitagnachmittag bei bestem Sommerwetter am Ring ein.

Traditionelles Angrillen am Freitagabend

Traditionelles Angrillen am Freitagabend

Der Starterliste war die Beteiligung der Bergbeißer wie folgt zu vernehmen: Lukas und Oliver (2er Team) sowie Lina, Christian, Allessandro und Sven (4er Team). Während Lukas und Oliver den Rahmenbruch und die dadurch verwehrten Chancen auf den Gesamtsieg des letzten Jahres vergessen machen wollten, holten sich die anderen drei Rennradler mit Vorjahressiegerin Lina kurzerhand weibliche Verstärkung ins Team. Ebenso stark besetzt waren die Bergbeißer im Betreuerteam, sodass auch die kuriosesten Wünsche der geschlauchten Fahrer erfüllt wurden. Ein spontaner Lichtwechsel nachts um 2 Uhr, der Heißhunger nach gekochten Nudeln um 5 Uhr, der moralische Aufbau nach einem technischen Defekt oder das Herauslegen der Renngarnitur – Berit und Christoph waren ebenso zur Stelle wie Petra und Nadine, die schon lange bevor am Freitag der erste Zelthering in den Boden gehämmert wurde, kulinarische Überlebenspakete zubereiteten.

Die Bergbeißer fiebern dem Start entgegen

Die Bergbeißer fiebern dem Start entgegen

Traditionell gehen die Bergbeißer in der Eifel nach dem Aufbau des Teamlagers in den gemütlichen und schönsten Teil des Wochenendes über: Der Grillabend! Saftige Steaks, Sportfreunde Stiller in der Dauerschleife, wohlmundende isotonische Getränke und nicht ernst zu nehmende Taktikbesprechungen füllten auch in diesem Jahr den Abend. Von Unwettern verschont blickten alle Anwesenden dem Start des 24h Rennens entgegen. Während sich die beiden Startfahrer Oliver und Sven auf den Weg zur Start-/Zielgerade der Nürburgring Grand Prix Strecke machten, tütete der Rest noch einige Schnappschüsse für die Kategorie „Vorher / Nachher“ ein.

Sven inmitten des riesigen Starterfeldes in der Eifel

Sven inmitten des riesigen Starterfeldes in der Eifel

Pünktlich um 12:46 Uhr war der Startschuss gefallen. Zusammen mit den Teilnehmerfeldern der drei Jedermann-Rennen begaben sich Oliver und Sven auf die erste rasante Durchfahrt durch die Grüne Hölle. Langsam wollten sie es angehen, schließlich hatten sie ja noch 24h vor der Brust. Pustekuchen! Gepackt von diversen Tempovorstößen legte das Duo gleichermaßen auf den jeweiligen Streckensegmenten eine persönliche Bestzeit nach der anderen auf den Asphalt. Das schnelle Renntempo wurde auch in den kommenden Runden beibehalten, sodass auch Lina, Christian, Nordschleifen-Neuling Allessandro und Lukas gebeutelt aber zufrieden zur Basis zurückkehrten. Der Start war gemacht! Ähnlich reibungslos fuhren die sechs der Abenddämmerung entgegen.

Sven und Lukas düsten zwischenzeitlich als Gespann durch die Grüne Hölle

Sven und Lukas düsten zwischenzeitlich als Gespann durch die Grüne Hölle

Runde um Runde und Platz um Platz arbeiteten sich Lukas und Oliver bis auf den dritten Rang in der Gesamtwertung vor. Wichtig war nun nach den harten Temporunden zu Beginn einen Rhythmus zu finden welcher die beiden sicher durch die Nacht bringt. Immer die vor Ihnen liegenden Rückennummern im Blick arbeiteten sich die beiden Runde um Runde immer näher an das zweitplatzierte Duo, bis es endlich in Sichtweite war. Nach einer anfänglichen Lauertaktik entschlossen Lukas und Oliver sich jedoch mit den beiden Zusammen zu arbeiten, für solche kraftraubenden Spielchen war es einfach noch zu früh. Die Zusammenarbeit funktionierte auch hervorragend, so dass bis zur 17. Runde nahezu konstante Rundenzeiten gefahren werden konnten. Dann passierte es. Kurz nach dem Wechsel in die 18. Runde knallte es und Lukas hat seine Rennmaschine kurzer Hand in ein Singlespeed umfunktioniert. Mitten in der Nacht, im Dunkeln, ein gerissener innen verlegter Schaltzug. Damit war der Traum vom Podium für die zwei erneut geplatzt.

Staffelübergabe: Christian schickt Allessandro auf die Strecke

Staffelübergabe: Christian schickt Allessandro auf die Strecke

Das Quartett um Lina, Christian, Allessandro und Sven lieferte derweil konstante Rundenzeiten ab. Völlig unbeeindruckt von einbrechender Dunkelheit und zunehmendem Kräfteverschleiß spulten die Vier ihre Runden ab. Über die Nacht ging es dann im stark besetzten Feld der 4er Teams Platz für Platz weiter nach vorne. Mit dem Sonnenaufgang am Sonntagmorgen platzierten sich die Bergbeißer unter rund 700 4er Teams auf Rang 151. Ein Platz, den das Quartett auch bis zum Erreichen der Ziellinie nicht wieder hergeben sollte. Christian und Sven gingen die letzte, 25. Runde gemeinsam an und fuhren im Spalier der anderen Teams ein finales Mal über die Start-/Zielgerade des Nürburgringes.

Im nächsten Jahr wollen die Bergbeißer in der Eifel erneut an den Start gehen und angreifen!

Fotos: Sportograf (1), Privat (4)