Two times in a row

Oder auch… zwei Versuche. Denn genau das waren die letzten beiden Läufe für mich. Alles fing damit an, dass sich eine Kollegin den Santander Marathon für ihre Laufpremiere ausgesucht hatte. Nein keine Angst, sie wollte nicht gleich die Königsdisziplin – den Marathon – laufen, sondern sich zuerst einmal an die 10 km herantrauen. Und so ließ ich mich mit den Worten “Ich laufe den aber nur, wenn du mit mir läufst”, dazu überreden, die 10 km mit Nadine gemeinsam zu laufen. “Kein Problem”, dachte ich mir. Denn immerhin bin ich den Santander Marathon im vergangenen Jahr bereits auf der Halbmarathon-Distanz gelaufen.

Glückliche Finisher beim Um-die-Wette-strahlen in der Fotobox

Glückliche Finisher beim Um-die-Wette-strahlen in der Fotobox

Wie sich herausstellte, hatten Nadine und ich doch recht unterschiedliche Vorstellungen davon, was wir am 03.06.2018 in Mönchengladbach erzielen wollten. Während ihr Motto lautete, es möglichst irgendwie ins Ziel zu schaffen, habe ich mir ein doch ehrgeizigeres – und wie sich herausstellte – wahnwitzigeres Ziel gesetzt: Ich wollte die 10 km in unter einer Stunde schaffen. Und so trennten sich unsere Wege recht schnell – ungefähr ab km 3. Nachdem ich schon einige Male auf der Stelle gelaufen bin und mir erst ihre Erlaubnis eingeholt habe, bin ich also im wahrsten Sinne davon gelaufen. Insgesamt habe ich es leider doch nicht geschafft, unter einer Stunde ins Ziel zu kommen. Und so lag meine netto Zieleinlaufszeit bei 1:07:29 h. Am nächsten Tag bei meinem üblichen Montagslauftreff – ja, mir taten in der Tat alle Muskeln weh und ich habe mich auch mehrmals gefragt, was ich mir dabei gedacht habe, meinen Muskelkater locker auszulaufen – traf ich auf einige Mitläufer vom Santander Marathon. Wir waren uns alle einig: Eine an und für sich sehr coole Veranstaltung von der Santander Consumer Bank, nur leider ist Mönchengladbach keine Laufstadt. Das haben wir vor allem daran gespürt, wie wenige Zuschauer an den Straßenrändern standen.

Berit zeigt sich vor dem Start des NEW-Citylaufes in Erkelenz gut gelaunt

Berit zeigt sich vor dem Start des NEW-Citylaufes in Erkelenz gut gelaunt

In den Gesprächen mit den Mitläufern hat sich schnell herauskristallisiert, dass einige am 10.06.2018 an einem nächsten Lauf teilnehmen wollten: Der NEW Lauf in Erkelenz. Mein Ehrgeiz war wieder gepackt und ich habe mich gleich noch am Montag für den nächsten 10 km-Lauf angemeldet. Vielleicht könnte ich es ja dieses Mal schaffen, unter einer Stunde ins Ziel zu kommen. Und so ging es also genau eine Woche nach dem Santander Marathon nach Erkelenz. Schon morgens stellte sich heraus, dass der Sonntag warm werden würde. Der Start des Laufes war erst um 16:15 Uhr. So konnten die Temperaturen noch schön auf ihr Maximum steigen und sich der Asphalt rund um den Erkelenzer Lambertusmarkt aufheizen. Eine kleine Runde und sechs große Runden zwischen stechender Sonne und Wärme-ausstrahlendem Asphalt wurde ich dieses Mal ausgiebig angefeuert. Erkelenz ist wohl eher eine Laufstadt als Mönchengladbach. Das Ergebnis: 01:06:34h. Die Stunde wieder nicht geschafft. Aber vielleicht findet sich dieses Jahr noch der ein oder andere Lauf, bei dem ich mein Glück versuchen kann. Denn eines bleibt, Laufen macht Spaß und das Gefühl, ins Ziel zu kommen ist unbeschreiblich.