Vier Bergbeißer auf den Spuren der Tour

Der Termin stand schon lange in den Kalendern der vier Bergbeißer:

Sonntag, der 18. September 2016 – Radrennen „Race am Rhein“ in Düsseldorf, auf der Spur der Tour. Denn hier soll die zweite Etappe der Tour de France 2017 mitten im Herzen von Düsseldorf starten.

Der Tag rückte näher und da das spätsommerliche Hoch bereits abgeklungen war, kam der Gedanke auf, wie das Wetter wohl werden würde. Lukas und Lina fuhren morgens noch durch Starkregen von Aachen nach Düsseldorf, behielten aber ihren Glauben daran, dass der Regen sich schnell verziehen würde. In Düsseldorf angekommen stimmte ein durchwachsener Himmel, der immer wieder sonnige Abschnitte durchblicken ließ, die Teilnehmer zufrieden und das Team wurde mit dem Treffen auf Thomas und Sven vervollständigt. Die Startnummern umter´m Arm suchten sich die Vier einen Bäcker um die Energiespeicher noch mal aufzufüllen, da bei einer Startzeit von 13:00 Uhr die Essenszeiten etwas schwierig zu koordinieren waren. Gegen 12:30 fanden sich dann alle gestärkt in den Startblöcken ein.

Thomas, Lukas, Sven und Lina fiebern dem Start in Düsseldorf entgegen

Thomas, Lukas, Sven und Lina fiebern dem Start in Düsseldorf entgegen

Sven, Thomas und Lukas starteten aus Startblock A. Lina wartete „allein“ im Startblock B auf den Startschuss für das Rennen.

Berit und Sarah waren unterstützend am Rand der Strecke dabei. Sei es der psychologische Support, das Fotografieren oder dafür, in den letzten Minuten vor dem Start doch noch Windweste oder Armlinge entgegen zu nehmen oder noch einmal schnell den Labello zu reichen.

Labello aufgetragen und Windweste abgelegt: Lina ist bereit für den Startschuss

Labello aufgetragen und Windweste abgelegt: Lina ist bereit für den Startschuss

Dann fiel der Startschuss. Zwei Runden rund um Düsseldorf á 46 km sollten gefahren werden.

Die Strecke schlängelte sich hinaus aus der Innenstadt, über etliche Straßenbahnschienen und durch den Kö-Bogen-Tunnel – was ein Sound, wenn hunderte Rennräder durch den Untergrund surren!

Durch Pempelfort hindurch, durften nach ewenigen flachen Kilometern die Fahrer das erste Mal ihre Beine unter Beweis stellen: Hinauf zur Galopprennbahn von Grafenberg, wo nächstes Jahr die erste Bergwertung der Tour de France vergeben wird. Lukas trat ordentlich in die Pedale und konnte sich in der Spitzengruppe entscheidend vom Hauptfeld A absetzen. Mit von der Partie waren die Radprofis Nikias Arndt (Giant-Alpecin) und Christian Knees (Team Sky), die außer Konkurrenz mitfuhren um die Strecke für nächstes Jahr schon einmal zu beschnuppern.

Über Erkrath ging es weiter vorbei an den jubelnden Zuschauern, die jeden einzelnen Fahrer vom Streckenrand beklatschten und feierten. Die Leberwurstschnitten vom Bäcker lagen schwer in den Mägen und waren vielleicht doch nicht die beste Wahl. Hinter Gerresheim schaffte Lina den Anschluss von Feld B zu A und erblickte vor ihr das bekannte Trikot von Sven. Weiter ging es durch Mettmann, das Neandertal und Ratingen. Wer schnell fährt ist auch schnell wieder zurück und so fuhren die vier Bergbeißer nach gut einer Stunde das erste Mal über die Ziellinie und in ihre zweite Runde. Mit hohem Tempo setzte sich das Rennen fort, wieder vorbei an all den begeisterten Zuschauervölkern; so geht es doch gleich viel leichter die Anstiege hoch. Während in der zweiten Runde überwiegend die Gleichmäßigkeit das Tempo bestimmte wurde die Rennspitze mit Lukas immer wieder durch harte Attacken geprägt.

Sowohl im Startblock als auch auf der Strecke ein Hingucker: Das auffällig grelle "BB"-Logo

Sowohl im Startblock als auch auf der Strecke ein Hingucker: Das auffällig grelle “BB”-Logo

Wieder in der Düsseldorfer Innenstadt angekommen, genossen die Fahrer ihre letzte rasante Fahrt durch den Kö-Bogen-Tunnel. Die letzte Kurve kurz vor der Zielgeraden erforderte bei 180 Grad höchste taktische Konzentration.

So gelang es Holger Koopmann (Team Strassacker) den kurzen Sprint für sich zu entscheiden. Lukas überquerte nach einem kampfbetonten Schluss nach 2:07 Stunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 43 km/h als 20. die Ziellinie.

Die anderen drei Bergbeißer befanden sich zu dem Zeitpunkt noch auf der Strecke. Nach Durchfahrt des Tunnels und mit dem Tageslicht blitzten in Lina´s Augen erneut die grellen Farben des BB-Trikots – war das etwas Thomas? Noch eine Schleife über die Berliner Allee und die beiden sausten mit Sekundenversatz nach 2:22 und 2:23 Stunden über den Zielstrich.

Die vier Bergbeißer wiedervereint im Zielbereich

Die vier Bergbeißer wiedervereint im Zielbereich

Mit vier alkoholfreien Bieren in der Hand empfingen Thomas, Lukas und Lina nach 2:29 Stunden jubelnd und zufrieden auch Sven im Ziel.

Mit einer super Gesamtteamleistung auf dem 28. Platz nehmen die Bergbeißer ein weiteres spektakuläres Radrennen in ihr Eventtagebuch auf.