Von Kuhshit Hagen zum Frankfurter Opernplatz…

 

Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt 2014 am 1. Mai 2014

Sundern???

Neee – da fahr ich dieses Jahr nicht. Ich fahr lieber in Frankfurt, das ist ja nur fünf Tage später.

Es war auch alles genauso geplant.

Aaaber….

Ein Bekannter meinerseits musste leider seinen Startplatz auf der 55 km Distanz absagen und ich kann doch sooo schlecht „NEIN“ sagen.

„Aber nur wenn ich noch auf 30 km ummelden kann!“

In der Hoffnung, dass die Zeit für Ummeldungen abgelaufen sei, schrieb ich den Veranstalter an und siehe da:

„Ausnahmsweise machen wir das noch mal, Sie sind die Letzte!“

Tja, somit stand SKS nun auch im Terminkalender.

Freitags Startunterlagen besorgt – letzte Startnummer im letzten Block.

Puuuh, dann habe ich wenigstens die ganzen Halbstarken nicht hinter mir.

Ich mach da mal eine schöne Kaffeefahrt draus und schaue mir die Gegend an. Die Beine sollen ja schließlich für Donnerstag geschont werden.

 

Samstag, 26.04.2014

 

Eine Stunde vor dem Start fing es natürlich auch an zu regnen.

Plan B – starten und abbrechen.

Pünktlich zum Start war es aber dann trocken.

Den Besenwagen, sowie Polizei und Feuerwehr als persönlichen Begleitschutz hinter mir radelte ich die Straße entlang bis zum Feldweg.

Links – gerade aus – links – gerade aus…

Links ins Feld und weiter ging es.

Der erste Biker stand schon ein paar Meter weiter am Streckenrand und ließ sich alles noch einmal durch den Kopf gehen. Ich entschied mich dann noch einmal eine kurze Pipipause einzulegen – gut!

Erleichtert machte ich mich weiter auf den Weg und ich war nicht mehr Allerletzte…

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Ein paar Kilometer weiter merkte ich, dass sich die Beine doch ganz okay anfühlen. Ich kurbelte mich weiter und weiter nach vorne.

„Das ist ja noch jemand, mal schauen, ob ich den kriege…“

Gesagt, getan, geklappt.

Bei immer weiter aufkommendem Sonnenschein konnte ich noch ein paar Mitstreiter einsacken.

Die Kaffeefahrt fing langsam an, richtig Spaß zu machen.

Nach 2:55 Stunden war ich dann auch im Ziel.

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Nicht schnell, aber nicht Letzte!

Dafür, dass ein Start alles andere als geplant war, bin ich am Ende sehr zufrieden gewesen!

Wenn es sich so auch in Frankfurt fahren sollte, wäre das super!

In der Zwischenzeit stand dann Regeneration auf dem Programm.

 

Mittwoch 30.04.2014

 

Noch ein paar Stunden arbeiten, dann geht’s los.

Scheiße!!!! Mein Auto hat einen Plattfuß! Was nun???

Fix zur Werkstatt. Innerhalb einer Stunde konnte ich dann doch wie geplant losfahren.

Das kann ja heiter werden wenn das schon so los geht…

Dann aber sollte erst einmal alles nach Plan laufen.

Gut in Frankfurt angekommen, eingecheckt (Hotel direkt am Start) und Startunterlagen abgeholt.

Noch scheint die Sonne.

Wenn es morgen nur trocken bleibt…

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Donnerstag, 01.05.2014

 

Nach einer Nacht, die nicht wirklich von Schlaf gezeichnet war, blickte ich aus dem Fenster und sah in den dunkelgrauen Himmel. Sonnenschein sieht anders aus. Aber immerhin war noch alles trocken.

Erst einmal zum Frühstück und abwarten, was dann kommt.

Mist, die Hälfte meiner Streckenverpflegung liegt zu Hause… Na wenigstens weiß ich, wo sie liegt.

Nachdem ich dann  doch alles soweit hintereinander bekommen hatte, ging es zum Start.

Die Startzeiten sind hier nicht so human wie im Sauerland…. Um 8:45 Uhr ging es auf die Strecke, 70 Kilometer wollte ich heute hinter mich bringen.

Zuvor noch nie im „Rennmodus“ abgelegt und in diesem Jahr auch erst einmal am Stück abgespult – no risk, no fun.

Sundern gab mir aber Optimismus. Wenn sich hier nun nicht der Flow einstellen wollte, den ich ein paar Tage zuvor überraschender Weise verspürte, fuhr es sich dennoch gut für mich!

Es fing an zu regnen. Als hätte jemand Schmierseife über den Asphalt gekippt war nun Vorsicht geboten.

Teils ziemlich üble Stürze säumten den Straßenrand.

Ich nehme einmal ein klein wenig Tempo raus…

Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt 2014 am 1. Mai 2014

Trotzdem ist der Unterschied zum MTB, jetzt mit dem Renner über die Strasse zu fliegen, echt klasse. Selbst Fans stehen bei dem Wetter überall am Wegesrand.

Kilometer um Kilometer strampelte ich ab. Zwischenzeitliche Tiefpunkte schob ich einfach bei Seite. Im Schlussspurt konnte ich sogar noch zwei Plätze gut machen.

2:30 Stunden standen im Ziel auf der Uhr!

Für mich persönlich: „ZIEL ERREICHT“!!!

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Beine etwas schlapp aber gut!

Jetzt ist es auch wieder trocken von oben.

Ich ziehe mich eben um und schaue mir noch den Start von den Profis an, dann geht es heim.

 

 

Fazit:

 

Trotz Wetter, Plattfüßen und Vergesslichkeit – ob Mounty oder Renner, es hat echt Spaß gemacht!

 

Bis bald,

Eure Gerti